Blaues Wunder bis Mai wieder frei
Der Fußweg über das Blaue Wunder ist ab sofort wieder auf beiden Brückenseiten offen. Die Arbeiten hatten sich verzögert, u.a. weil die Arbeiter auf bleihaltige Elemente gestoßen sind, der giftige Anstrich musste fachgerecht entsorgt werden. Wegen der Arbeiten waren auch die Parkplätze unter dem Blauen Wunder lange gesperrt. Ab sofort ist der Gehweg in Blickrichtung Schiller- und Körnergarten wieder frei. 630.000 Euro wurden investiert. Ab Mai eine Fahrspur gesperrtDas Straßen- und Tiefbauamt kündigte aber schon jetzt an, dass ab Mai kommenden Jahres bis Dezember 2018 an Stahlbauteilen und inneren Geländerteilen gearbeitet wird. Eine Fahrspur auf der Brücke wird dann voll gesperrt. Bevor das gesamte Bauwerk einen neuen Farbanstrich bekommt, müssen die im Tragwerk vorhandenen defekten Streben ausgetauscht werden. Dabei handelt es sich teilweise um durch Unfälle bzw. Kriegsschäden verformte Träger, oder aber um Risse und Schwachstellen. Gleichzeitig werden die historischen inneren Geländer vollständig erneuert. Um die notwendigen Arbeitsräume zu schaffen, wird der Verkehr auf zwei Fahrstreifen reduziert, teilte die Stadt mit. Die Geländer werden im Werk aufgearbeitet und erst nach der Erneuerung des Korrosionsschutzes wieder eingebaut. Neuer AnstrichDie Erneuerung des Korrosionsschutzes stellt den optisch größten Eingriff am Bauwerk dar. In Abstimmung mit dem Denkmalschutzamt konnten die Brückenplaner den ursprünglichen Farbton der Brücke bestimmen, hieß es. Auf Testflächen für die Auswahl des Korrosionsschutzsystems kann man den neuen Farbton am Blauen Wunder bereits sehen, die Testfläche ist vom Gehweg aus an einer Metallplatte zu sehen, wenn man auf Höhe Schillergarten steht. Der Korrosionsschutz muss die Anforderungen aus schwierigen Untergründen, Farbtreue und UV-Beständigkeit kombinieren. Arbeiten werden aufwändigWeil die Bauleute bei der Fußwegsanierung auf Bleistoffe gestoßen waren, sollen die Arbeiten am Korrosionsschutz aus Sicherheitsgründen bei Volleinhausung der jeweiligen Bauabschnitte stattfinden. Das bedeutet schwierige Arbeitsbedingungen für die Bauleute, verringert aber die Lärm- und Staubbelastung für die Anlieger. Die Auswirkungen auf den Verkehr werden gerade geprüft, hieß es. Instandsetzung des anderen GehwegsIst der Korrosionsschutz erneuert, schließt sich die Instandsetzung des Gehweges in Blickrichtung Villa Marie bzw. Sportplatz an. Bauleute werden den Belag entfernen und nach Instandsetzungsarbeiten am Deckblech und den Konsolen neuen Gussasphalt aufbringen. Auch der Korrosionsschutz am Geländer ist zu erneuern. Instandsetzung der Ankerkammern Nach diesen Arbeiten werden die Ankerkammern auf der Blasewitzer und der Loschwitzer Seite instandgesetzt. Die Bodenplatten erhalten eine Verstärkung gegen Aufbruch im Hochwasserfall. Die Kammern werden verschlossen und klimatisiert, um der Luft die Feuchtigkeit zu entziehen. So will man die verbauten Stahlteile gegen das Verrosten schützen. Auch die Massivbauteile aus Beton und Sandstein werden instandgesetzt. Weitere Maßnahmen Voraussichtlich ab 2023 folgen die Instandsetzung des Lagers auf der Blasewitzer Seite, das Verpressen von Rissen in den Pfeilern, die komplette Erneuerung der Brückenfahrbahn sowie der Korrosionsschutz an der Stahlkonstruktion in diesen Bereichen. 45 Millionen Euro werden investiert.