Bittere Dynamo-Pleite in Frankfurt
Die Dynamos haben einen wichtigen Befreiungsschlag in der 2. Bundesliga verpasst. Im Auswärtsspiel beim FSV Frankfurt kassierte die SGD eine 1:3-Niederlage. Im ersten Durchgang war Dynamo noch klar überlegen, verpasste aber, das Tor zu erzielen. In der zweiten Halbzeit wurde dann der FSV Frankfurt besser und kam folgerichtig zu seinen Toren. Die Hintermannschaft der Schwarz-Gelben agierte da zu passiv. Der Anschlusstreffer von Pavel Fort war nur noch Ergebniskosmetik. Dynamo Dresden bleibt damit auf dem Relegationsplatz hängen.Ouali in die Wolken - Fiél an den PfostenAuf einer Position veränderte Peter Pacult seine Mannschaft nach dem 1:0-Heimerfolg gegen Energie Cottbus. Anstelle von Cheikh Gueye sollte Tobias Kempe über die rechte Offensivseite Akzente setzen. Die Schwarz-Gelben wollten in Frankfurt von Beginn an Druck ausüben. Der Knoten sollte endlich platzen und nach acht langen Monaten mal wieder ein Auswärtssieg her.Allerdings brauchte die SGD wie auch der Gastgeber einige Minuten, um richtig ins Spiel zu finden. So dauerte es gut 15 Minuten, bis es die erste echte Torraumszene gab. Diese hatte es dann aber auch in sich. Kempe setzte sich stark auf der rechten Seite durch. Im Strafraum folgte ein perfekt getimter Pass vors Tor auf Idir Ouali. Der Algerier nahm die Kugel aus knapp sieben Metern direkt, schoss aber mindestens ebenso weit drüber (18.). Das hätte die Führung für die SGD sein müssen. Die Schwarz-Gelben waren nun aber noch wacher und agiler und versuchten nun nachzulegen. Nach einem ähnlichen Spielzug tauchte Tobias Müller in der 29. Minute vor dem FSV-Tor auf, konnte im Schuss aber noch entscheidend gestört werden.Fiél im doppelten PechVon den Gastgebern war in der Offensive bis dahin nichts zu sehen und so war es weiter der Gast aus Sachsen, der für Wirbel sorgte. Nach einem Eckball bekam Cristian Fiél in der 33. Minute den Ball auf den starken linken Fuß. In Höhe der Strafraumgrenze fackelte der Routinier nicht lange, setzte die Kugel aber nur an den Pfosten. In derselben Minute musste er dann aber auch einen Konter der Frankfurter unterbinden, was eine Gelbe Karte nach sich zog. Bitter, denn es war Fiéls Fünfte und so fehlt er im nächsten Heimspiel gegen Paderborn. Weil auch der Schussversuch von Trojan (43.) nicht im Kasten des FSV landete ging es torlos in die Halbzeitpause.Pfosten zum Zweiten - Frankfurt eiskaltOhne personellen Wechsel ging es in die zweiten 45 Minuten und auf einmal wollten auch die Gastgeber mitspielen. In der 48. Minute hätte es beinahe im Dresdner Gehäuse geklingelt. Trojan konnte Heitmeiers Abstauber aber noch gerade vor der eigenen Torlinie klären. Dynamo ließ sich von der ersten Chance des FSV aber nicht beirren und spielte weiter nach vorn. In der 51. Minute bekam Tobias Kempe den Ball am rechten Strafraumeck. Die Nummer 18 der SGD fackelte nicht lange, zielte aber zu genau. Der Ball klatschte an den linken Pfosten.Im Bestreben, das Führungstor zu erzielen, schien Dynamo das Verteidigen zu vergessen. Das nutzte Frankfurt in der 55. Minute eiskalt aus. Yannick Stark traf im Nachschuss aus 16 Metern. Die Schwarz-Gelben wirkten geschockt, versuchten aber weiter, selbst zum Torerfolg zu kommen. Das wussten die Frankfurter erneut zu nutzen. In der 67. Minute war es diesmal John Verhoek, der einnetzte. Der Wille der Dynamos war gebrochen, da änderten auch die offensiven Wechsel von Peter Pacult nichts mehr. Unter anderem kam Dmitri Khlebosolov zu seinem Debüt für die SGD. Der Weißrusse hatte selbst noch eine gute Torchance, die ihm wegen einer vermeindlichen Abseitsposition aber genommen wurde. Für die entgültige Enscheidung sorgte schließlich Odise Roshi mit dem 0:3 aus Dynamo-Sicht in der 84. Minute. Der Ehrentreffer von Pavel Fort zwei Minuten später war nur noch Ergebniskosmetik.Die 1:3-Niederlage wirft die Schwarz-Gelben im Abstiegskampf zurück. Der direkte Abstieg ist zwar nur noch theoretisch möglich, die Relegation wird aber wahrscheinlicher. Das liegt vor allem daran, dass die Konkurrenz aus Bochum und Aue punkten konnte. Weiter geht es für Dynamo Dresden am Freitag zu Hause gegen Paderborn.