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Betrüger erbeuten in Bad Schandau 60.000 Euro

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Betrüger haben einem Rentner in Bad Schandau um 60.000 Euro gebracht.Im Juni und im Juli hatte der 88-Jährige fünf Päckchen mit Geldbe­trägen zwischen 6.000 und 27.000 Euro nach Belgien geschickt. Die Täter hatten angegeben, es handelt sich um angeb­liche Anwalts­ge­bühren, die der Rentner zu leisten hat, um ein Straf­ver­fahren gegen ihn abzuwenden. Ihm wurde vorge­worfen, er habe an Gewinn­spielen teilge­nommen, diese gekün­digt und damit einen Schaden in Höhe von 298.000 € verur­sacht. Um einem Gerichts­ver­fahren zu entgehen, zahlte der Rentner. Mitte September erstat­tete er Anzeige. Der Bargeld­ver­sand per Post ist bisher eine Selten­heit. In der Vergan­gen­heit waren Überwei­sungen höherer Beträge ins Ausland durch aufmerk­same Bankmit­ar­beiter hinter­fragt und damit Betrugs­ver­suche meist verei­telt worden. Die Ermittler gehen daher davon aus, dass das Entde­ckungs­ri­siko der Betrugs­ab­sicht mit der neuen Begehungs­weise verrin­gert werden soll.Die Dresdner Polizei hat die Ermitt­lungen aufge­nommen und gleich­zeitig die belgi­schen Kollegen um Unter­stüt­zung gebeten.