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  • Mehr Kunden, mehr strahlende Schaufenster: Dresden will Maßnahmen zur Belebung der Innenstadt umsetzen. (Symbolbild)

Mehr Besucher, weniger Leerstand: Millionen für Dresdens Innenstadt

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Dresdens Innenstadt soll wieder attraktiver werden. Dafür hat die Stadt eine Taskforce gegründet, bestehend aus Akteuren des Handels, Gastgewerbe, Tourismus und Verwaltung. Deren Ziel ist es, Maßnahmen zu erarbeiten, um mehr Besucher in die Stadt zu locken und dem extremen Leerstand von Geschäften zu begegnen. Derzeit stehen fast 100 Geschäfte mitten im Herzen der Stadt leer, und auch die Frequenz der Besucher nimmt immer mehr ab. 

Am Donnerstag wurde die Zukunftsstrategie im Rathaus vorgestellt. Geplant ist zum Beispiel, die leerstehenden Räume mit kulturellen Angeboten, wie dem Kulturschaufenster zu bespielen. Zudem soll es Pop-Up-Stores und weitere Märkte wie einen Kunstmarkt am Goldenen Reiter geben. Letzterer hatte sich bereits in diesem Jahr großer Beliebtheit erfreut.

Als Gründe für die vielfältigen Probleme nannte die Stadt die Corona-Pandemie und die gestiegenen Preise in allen Bereichen. Ladenflächen seien zu teuer geworden und schrecken somit potentielle Händler ab, zudem verlagere sich das Geschäft immer mehr in die digitale Welt. Auch der bislang graue Bereich rund um den UFA-Kristallpalast oder die Prager Straße benötigen dringend eine bauliche Überarbeitung, so Baubürgermeister Stephan Kühn. Auch die Seestraße bei der Altmarktgalerie soll grüner werden und mehr Sitzmöglichkeiten erhalten. Außerdem beginnt schon bald der erste Bauabschnitt eines touristischen Fußgängerleitsystemes, bestehend aus mehreren Stelen. Durch diese sollen Touristen  schneller den Weg zu wichtigen Orten in der Stadt finden.

Für das große Projekt werden insgesamt 2,6 Millionen Euro in den kommenden drei Jahren investiert. Der Bund fördert einen Großteil mit einer Summe von 1,8 Millionen Euro.