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Bericht: Linde will Dresdner Niederlassung schließen

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Der Techno­lo­gie­kon­zern Linde will laut einem Bericht der "Sächsischen Zeitung" sein Werk in Dresden an der Bodenbacher Straße schließen. Das habe der Betriebsratschef bestätigt, heißt es in dem Bericht. In der Dresdner Niederlassung der Münchner Linde AG arbeiten rund 500 Mitarbeiter. Sie seien jetzt über die Schließungspläne informiert worden. "Ein Zeitplan wurde nicht genannt", sagte Betriebsratschef Frank Sonntag.Linde-Sprecher: "weltweites Effizi­enz­pro­gramm"Unter­neh­mens­spre­cher Frank Herken­hoff bestä­tigte, dass Ende Oktober das "weltweites Effizi­enz­pro­gramm" gestartet wurde. "Die Arbei­ter­neh­mer­ver­treter wurden letzte Woche über das Programm 'Lift' und die Planungen infor­miert." Herken­hoff sagte, es würden an allen Stand­orten Kapazi­täten angepasst. "Grund dafür sind gerin­gere Auftrags­ein­gänge und eine schwä­chere Nachfrage", sagte Herken­hoff.Der Konzern zählt zu den führenden Unter­nehmen für Planung, Bau und Liefe­rung von Chemie-, Gas- und Pharma­an­lagen. Die Linde-Gruppe leide unter einer Auftrags­flaute, hieß es.Sachsens Wirtschafts­mi­nister Martin Dulig (SPD) sagte der SZ, er habe den Konzern­vor­stand aufge­for­dert, alle Optionen jenseits der Schlie­ßung zu prüfen und nicht von vornherein auszu­schließen.Frank Sonntag war am Mittwoch­morgen zunächst nicht für eine Reaktion erreichbar. (an/as/mit dpa)

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