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Bekommt Dresden eine City-Wache der Polizei?

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In Hamburg auf dem Kiez ist sie Kult. Chemnitz eröffnete gerade auch eine City-Wache in der Innenstadt. Und nun soll der Brennpunkt Prager Straße mit einer festen Polizeipräsenz verstärkt werden. Das jedenfalls ist das Ziel der CDU im Dresdner Rathaus.

Sie möchte „so schnell wie möglich“ ein eigenes Polizeirevier deutlich sichtbar auf der Prager Straße etablieren. „Dort sollen dann Beamte zusammen mit dem städtischen Ordnungsamt und Vertretern der Ladenbesitzer zusammen arbeiten“, erklärt Dr. Hans-Joachim Brauns, sicherheitspolitischer Sprecher seiner Fraktion.

Grund: Die Drogenkriminalität sei zwar durch die Polizeipräsenz auf der Shopping-Meile geringer geworden, „doch wir sind vom City-Management darauf aufmerksam gemacht worden, dass es mittlerweile bandenmäßig organisierten Ladendiebstahl gibt“, so Brauns.

Die CDU brachte dafür einen Antrag in den Stadtrat ein, der den OB beauftragt, Kosten und mögliche Unterbringung der Wache zu eruieren. „Sie soll so schnell wie möglich kommen – entweder zuerst in einem mobilen Container – oder gleich in einen leerstehende Laden“, sagt CDU-Stadtrat Mirko Göhler.

Vorteil wären kurze Wege zum Einsatzort für die Polizisten und erhoffte Prävention. „Wir wissen vom City-Management, dass Ladenbesitzer bei Diebstählen manchmal eine Stunde warten müssen bis die Polizei kommt. Zudem läuft das Ordnungsamt in zwei Schichten täglich ebenso über die Prager Straße. Alle hätten dann einen festen Anlaufpunkt. In der City-Wache sollen auch Anzeigen aufgegeben werden können.“

Wenn der Stadtrat dem CDU-Vorschlag zustimmt, der nicht vor September im Rathaus abgestimmt wird, „könnten wir im Idealfall vor der Striezelmarkt-Saison die neue Wache einweihen“, hofft Brauns. Wie die Wache finanziert wird, ist noch offen.

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Das sagt CDU-Stadtrat Mirko Göhler