• (Symbolbild: dpa)

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Bei Radeburg soll für 25 Millionen Euro Zentrum für Cannabis entstehen

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Auf dem Gelände des ehemaligen Schlachthofes Naunhof bei Radeburg soll demnächst Cannabis für medizinische Zwecke verarbeitet werden. Bis zu 200 Arbeitsplätze sind geplant. Morten Brand von der Firma Maricann sagte, gesucht werden unter anderem Elektriker, Logistikfachkräfte und Verwaltungsfachkräfte, aber auch pharmazeutische Fachkräfte und Rechtsanwälte. Initativbewerbungen werden gerne entgegengenommen, hieß es. Per Mail an: jobs@maricann.de

Auf dem Gelände des ehemaligen Schlachthofes Naunhof bei Radeburg soll ein deutsches Zentrum für Cannabis entstehen. Unternehmer Wolle Förster übergab am Mittwoch das Areal an den Investor. In den kommenden zwei Jahren will das kanadische Unternehmen Maricann rund 25 Millionen Euro investieren. Aktuell konzentriert sich das Unternehmen auf den Anbau und die Weiterverarbeitung von Cannabis für frei verkäufliche Produkte. Ein zweites Standbein ist der geplante Import von getrockneten Cannabisblüten aus Kanada. Diese sollen für medizinische Zwecke bearbeitet werden.

Das Bundesinstitut für Arzneimittel hat kürzlich einen zweiten Anlauf gestartet und den Anbau bundesweit ausgeschrieben. In Deutschland haben zur Zeit mehrere tausend Patienten Anspruch auf das apothekenpflichtige medizinische Marihuanna. Es wird vor allem in der Schmerztherapie, zum Beispiel bei Multipler Sklerose, eingesetzt.