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Behindertes Mädchen aus Centrum Galerie entführt und missbraucht?

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Autor: red

Ein 28-Jähriger Mann aus Pakistan steht seit Mittwoch in Dresden vor Gericht, weil er ein geistig behindertes Mädchen vergewaltigt haben soll. Zudem verhandelt das Amtsgericht wegen Freiheitsberaubung. Laut Anklage soll der Asylbewerber aus Pakistan die 14-Jährige im Dezember
2017 in der Dresdner Innenstadt an der Centurm Galerie an der Hand gefasst und gegen ihren Willen in ein nahe gelegenes Heim für Flüchtlinge gebracht haben.

Dort habe er sie in seinem Zimmer eingeschlossen und erst am nächsten Morgen gehen lassen. Der Angeklagte bestritt zum Prozessauftakt die Vorwürfe. Das behinderte Mädchen ist laut Anklage auf dem geistigen Niveau einer Achtjährigen. Es war mit seiner Mutter und Geschwistern an dem betreffenden Tag in der Centrum Galerie unterwegs, wollte zur Toilette.

Der Beschuldigte gab an, das Mädchen habe mit ihm mitkommen wollen. Es sei auf Initiative der 14-Jährigen zu "einvernehmlichem Sex" gekommen.

Nach dem Verschwinden der 14-Jährigen suchte die Polizei öffentlich nach ihr. Ein Autofahrer erkannte die Jugendliche einige Kilometer von der Asylunterkunft in Kleinpestitz entfernt, als er bei uns im Radio von dem Vermisstenfall erfuhr. Der Missbrauchsverdacht ist nach dem Auftauchen des Mädchens von der Polizei damals nicht veröffentlicht worden.

Der Fall wird am Jugendschöffengericht des Amtsgerichts verhandelt. Zeugen waren am ersten Verhandlungstag noch nicht geladen. Zwei weitere Prozesstage wurden angesetzt, teilte eine Sprecherin des Dresdner Amtsgerichts mit. Das Strafgesetzbuch sieht für die Tatvorwürfe in einem besonders schweren Fall mindestens zwei Jahre Gefängnis vor, maximal sind bei einem Urteil am Amtsgericht vier Jahre Gefängnis möglich. (red mit dpa)