++ EIL ++

Begleitservice der DVB läuft aus

Zuletzt aktualisiert:

Der mobile Begleitservice für Fahrgäste der Dresdner Verkehrsbetriebe läuft Ende des Jahres aus. Das teilte der Geschäftsführer des Sächsischen Umschulungs- und Fortbildungswerkes Martin Seidel auf Anfrage gegenüber Radio Dresden mit. Das SUFW unterstützt den Service seit mehr als 15 Jahren.

Der Mobile Begleitservice, kurz genannt „Mose“, bietet Hilfe für ältere oder mobilitätsbeeinträchtigte Personen an. Für ein kleines Entgelt können sich diese direkt von der Haustür abholen lassen und werden durch Busse und Bahnen der Landeshauptstadt sicher begleitet. Für Inhaber des Dresden-Passes, welche schwerbehindert oder über 65 Jahre alt sind, ist das Angebot sogar kostenlos.

Die meisten Begleitungen hatte es im Jahr 2015 gegeben. Wie Seidel mitteilte, wurde der Service in diesem Jahr mehr als 3800 mal genutzt. Trotz Corona sei dieser nachgefragt, wenn er auch deutlich eingebrochen wäre. Aktuell würden am Tag um die fünf bis zehn Einsätze stattfinden. Der Bedarf wäre also weiterhin vorhanden. Die Mitarbeiter werden von dem Sozialamt gefördert. Zugleich gibt es einen finanziellen Zuschuss der DVB für das gesamte Projekt.

Derzeit gibt es sechs Mitarbeiter. Unterstützt werden diese durch zehn und zwölf Menschen, welche die Chance einer Arbeitsgelegenheit für Asylbewerber nutzen.

Seidel stellt klar, dass es auch weitere Angebote für behinderte oder ältere Menschen zwecks Begleitung durch den Alltag von der Stadt gibt, wie den Behindertenfahrdienst. Jedoch hätte „Mose“ eine bestimmte Personengruppe angesprochen und sei daher wichtig geworden, vor allem da es zu einem symbolischen Wert nutzbar ist. „Nur, weil die Überschrift Mose so nicht mehr stattfindet, kann trotzdem der Inhalt mit ergänzten Angeboten für das Jahr 2022 angeboten werden“, so Seidel.

Zum Beispiel soll es neben dem Begleitservice im Verkehr künftig auch Unterstützung beim Einkaufen geben, welche von der SUFW angeboten wird. Dieses Projekt könnte im Januar 2022 starten. Noch müssen sich die Stadt, DVB und das SUFW aber für intensivere Gespräche zusammensetzen.