Beginn der 25. Jüdischen Woche
Am Freitag (1.Oktober) beginnt die 25.Jüdische Woche. Unter dem Motto „Die Jekkes kommen“ zeigt sie im Societaetstheater drei Tage am Stück die jüdischdeutsche Kultur in allen Farben, Tönen und Geschmacksrichtungen: Es wird Musik-, Theater-, Tanz- und Multimedia-Darbietungen von Künstlern aus aller Welt geben. Außerdem Vorträge, wandernde Klezmorim, Aktivitäten für Kinder und eine Ausstellung des Schwulen Museums Berlin sowie Podiumsdiskussionen. Auch das angrenzende Café „Art de Vie“ ist mit einem Klezmer-Brunch und jüdischen Köstlichkeiten à la carte einbezogen.
Ein besonderes Augenmerk legen wir in diesem Festivaljahr auf Werke, die ihre Inspiration aus Schlüsselmomenten der jüdischdeutschen Geschichte ziehen. Dazu zählt beispielsweise Frank Londons „Ich bin eine Hexe“ – inspiriert vom Leben der 1986 verstorbenen Tänzerin, Schauspielerin und Pantomimin Valeska Gert. Zu den Dresdner Vertretern gehört der Gitarrist Max Loeb Garcia, Enkel eines jüdischen Flüchtlings aus Mannheim, der mit dem syrischen Oud-Spieler Thabet Azzawi (u.a. Banda Internationale) musikalische Geschichten aufführt – darunter „Jonah und der Wal“ sowie Fabeln aus „Kalila wa-Dimna“. Inspiration kommt auch vom geretteten musikalischen Schatz des Semer-Musiklabels, welches in den 1930er Jahren jiddische Volkslieder, Theatermusik, Kabarettlieder und von jüdischen Künstlern gesungene Schlager der Zeit auf Schallplatte konservierte. Bei uns wird das hundert Jahre alte Repertoire von einer achtköpfigen Band jüdischer Musik-Superstars unter der Leitung von Alan Bern aufgeführt.