Beauftragter für Fluglärmschutz im Dienst

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Sachsen hat ab sofort einen Fluglärmbeauftragten. Damit soll dem Lärm- und Umweltschutz an den internationalen Verkehrsflughäfen Leipzig/Halle und Dresden ein noch stärkeres Gewicht gegeben werden, so das Wirtschaftsministerium. Der Beauftragte Jörg Puchmüller soll unabhängig und vermittelnd für die Anliegen von Anwohnern, Bürgerinitiativen, Flughafenbetreibern, Fluglärmkommission, Behörden und Deutscher Flugsicherung tätig sein. Schwerpunkt soll vor allem der Lärmschutz am Luftfrachtdrehkreuz Leipzig/Halle sein.

Er verstehe seine Funktion als Moderationsangebot zwischen den verschiedenen Interessen, sagte Puchmüller bei seiner Vorstellung. "Die neue Aufgabe ist eine Herausforderung, die Kommunikationsfähigkeit, Fingerspitzengefühl und gewiss auch Hartnäckigkeit verlangt." Sein Fokus liege auf den Problemen der betroffenen Bürgerinnen und Bürger sowie auf der Koordinierung aller beteiligten Behörden, um zum Beispiel Entscheidungsabläufe zu beschleunigen. Puchmüller war zuvor für die Landesverwaltung und in Verkehrsunternehmen tätig. Im sächsischen Wirtschaftsministerium hatte er unter anderem die strategische Kommunikation des Großprojektes City-Tunnel Leipzig betreut.

Der Fluglärmschutzbeauftragte wird die Forderungen von Bürgern und Bürgerinitiativen an die Staatsregierung sowie Stellungnahmen an den Petitionsausschuss des Landtags bearbeiten. Zudem nimmt er an den Sitzungen der Fluglärmkommissionen teil, allerdings ohne eigenes Stimmrecht. Darüber hinaus wirkt Beauftragte an der Konzeption und Begleitung von Verfahren zur Lärmminderung und von Anreizsystemen zum Einsatz lärmverminderter Flugzeuge mit.