++ EIL ++

Bahn will baustellen­lärm­geplagte Anwohner an Niederschlesischer Gütermagistrale entschädigen

Zuletzt aktualisiert:

Die Deutsche Bahn will baustel­len­lärm­ge­plagte Anwohner an der Nieder­schle­si­schen Güter­ma­gis­trale entschä­digen. Das kündigte gestern Projekt­leiter Ulrich Mölke bei einem Lokal­termin in Niesky an. Sollte das Maßnah­me­paket mit lärmschutz­min­dernden Techno­lo­gien und Wänden während der Bauar­beiten nicht ausrei­chen, werde auf der Grund­lage von Messungen eine Entschä­di­gungs­summe ermit­telt.

Anfang September wird mit dem Ausbau des letzten Abschnitts der 55 Kilometer langen Strecke begonnen. Es handelt sich um das Teilstück zwischen Niesky und Horka-Güter­bahnhof. Es ist sieben Kilometer lang. Der Ausbau kostet rund 50 Millionen Euro. Zunächst werden die alten Bahnan­lagen abgerissen, dann die Bahndämme befes­tigt und gesichert, Durch­lässe und Bahnüber­gänge neu errichtet. Der Bahnhof Niesky erhält neue Bahnsteige, einen Perso­nen­tunnel und zwei Aufzüge.

Im Dezember kommenden Jahres soll die elektri­fi­zierte und zweiglei­sige Strecke komplett in Betrieb genommen werden. Der Abschnitt zwischen Niesky und Horka wird aller­dings zunächst nur einspurig befahrbar sein. Das zweite Gleis kommt später. Die Ausbau­kosten betragen rund 520 Millionen Euro.

Mit Inkraft­treten des Winter­fahr­planes im Jahr 2018 wird auch der Reise­ver­kehr   zwischen Görlitz und Hoyers­werda wieder aufge­nommen. Regio­nal­bahnen können dann die Strecke  mit Tempo 160 passieren. Derzeit fahren Busse im Schie­nen­er­satz­ver­kehr von Horka nach Hoyers­werda. Für Güter­züge gilt Tempo 120.

Audio:

Reporter Knut-Michael Kunoth