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Bäume bei Unwetter in Striesen umgeknickt

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Ein heftiges kurzes Unwetter hat am Nachmittag im Dresdner Osten gewütet. Dutzende Bäume knickten um, Äste fielen auf Straßen, Autos und Dächer. Die DVB mussten wegen Unwet­ter­schäden in Striesen Umlei­tungen für die Linien 4,6,10 und 12 einrichten. Gegen 17.00 Uhr fuhren die Bahnen wieder regulär. Bäume waren u.a. auf Wormster Straße, Dürer­straße, Fetscher­platz, Borsberg­straße, Tittmann­straße und Hutten­straße umgestürzt. Auch auf dem Kita-Gelände an der Dürer­straße/Hutten­straße wurden mehrere Bäume entwur­zelt. Mehrere Autos wurden von Ästen und Bäumen getroffen. In der Löscher­straße knickte ein Baum in einem Wohnblock um. Auch Garagen wurden von Bäumen getroffen. Am Fetscher­platz waren die Ampel ausge­fallen, auch dort knickten mehrere Bäume um. Die Dresdner Feuer­wehr war im Dauer­ein­satz: "Hier steppt zur Zeit der Bär", teilte die Leitstelle mit. Von Verletzten war zunächst nichts bekannt. Die Feuer­wehr war bis zum Abend im Dauer­ein­satz, zersägte Bäume, sicherte lose Äste.Die Polizei zählte insge­samt 19 Bäume, die umgeknickt waren. Verletzt worden sei niemand, teilte ein Sprecher des Lagezen­trums mit.Auch auf der B 6 und in Torna sorgte das Unwetter für Einschrän­kungen, Straßen waren überflutet, Gully­de­ckel wurden nach oben gedrückt.Bei dem Unwetter handelte es sich vermut­lich um einen sogenannten Downburst. Wie Wikipedia erläutert, ist ein Downburst eine schwere Fallböe, die meist bei Gewittern auftritt, aber auch bei Schauern vorkommen kann. Downbursts sind demnach häufig für schwere Schäden verantwortlich, die lokal jene von mäßig starken Tornados erreichen können, aber in ihrer Summe diese noch übertreffen, da die geschädigte Fläche größer ist.Augen­zeugen berich­teten von einer "weißen Wand" aus Regen und Hagel, die gegen 15.10 Uhr über Striesen gefegt ist. Nach etwa 10 Minuten war der Spuk vorbei.Der Elbepegel ist kurzzeitig von 50 auf 59 Zenti­meter angestiegen, fiel am Abend aber bereits wieder deutlich auf 54 Zenti­meter ab. Dampf­schiffe oder Elbfähren müssen damit weiter an ihren Anlegern bleiben.