Bachmann-Tweet zu Berlin-Anschlag sorgt für Wirbel
Eine Twittermeldung von Pegida-Chef Bachmann sorgt für Wirbel. Bachmann hatte bereits gut zwei Stunden nach dem Terroranschlag in Berlin geschrieben, dass es sich beim Tatverdächtigen um einen Tunesier handeln soll - dies habe er angeblich aus Polizeikreisen erfahren. Zu diesem Zeitpunkt stand ein Pakistani als Verdächtiger im Visier, der später wieder freigelassen wurde.Bachmann schrieb wörtlich am Montagabend um 22:16 Uhr: "Interne Info aus Berliner Polizeiführung: Täter tunesischer Moslem. Das der Generalbundesanwalt übernimmt, spricht für die Echtheit."Allerdings hatten die Berliner Beamten die Personaldokumente des verdächtigen Tunesiers Anis Amri erst am nächsten Tag im LKW gefunden. Das Dokument wurde erst bei der genaueren Spurensicherung in dem völlig verwüsteten Führerhaus des LKW im Fußraum entdeckt. Er seit Mittwochnachmittag wird öffentlich nach dem tunesischen Terrorverdächtigen gefahndet. Die Berliner Polizei zeigte sich gegenüber dem Tagesspiegel überrascht, und geht der Sache nach. Ein Berliner Polizeisprecher sagte auf unsere Anfrage, das Thema sei bekannt, man prüfe das. Hinter vorgehaltener Hand wird in Sicherheitskreisen von einem "Glückstreffer" gesprochen, womöglich hat Bachmann einfach gut geraten.Folgerichtig schrieb Bachmann dann am Donnerstagmittag bei Twitter: "Liebe Presse, ich gebe es zu, ich hatte natürlich nur meine Glaskugel und keinen Informanten! Und jetzt bitte Ruhe geben, ok?"Auch die Berliner Polizei meldete sich dann am Donnerstagmittag auch nochmals per Twitter: "Wir können definitiv ausschließen, dass am 19.12. Informationen über eine tunesische Staatsangehörigkeit des Tatverdächtigen vorlagen."Bachmann hatte sich bereits in den vergangenen Jahren auch mit Kontakten zur sächsischen Polizei gebrüstet. So hatte er im September 2015 interne Polizeidaten veröffentlicht.(Redaktioneller Hinweis: Artikel wurde um neues Bachmann-Statement ergänzt.)