Caspar David Friedrich: Maler bekommt eigenen Wald
Zum 250. Geburtstag von Caspar David Friedrich schenkte Sachsen dem berühmten Maler bereits einen neuen Wanderweg, Ausstellungen und sogar eine Rosen-Sorte mit seinem Namen. Nun kommt noch ein eigener Wald in der Sächsischen Schweiz dazu.
Gleich am Malerweg in Hohnstein entsteht der Malerwald - benannt nach Caspar David Friedrich. Die ersten 500 Weißtannen-Setzlinge kamen jetzt in den Boden. Das Geld dafür kam über Spenden der Besucher der Caspar-David-Friedrich-Ausstellungen in Dresden zusammen.
Die steile Hangfläche musste von morschen Borkenkäfer-Fichten beräumt werden, lag nun kahl unterhalb der Burg Hohnstein. Das Gelände gehört zum Nationalpark, in dem die Natur eigentlich sich selbst überlassen wird. Die Neupflanzung wurde dennoch erlaubt. „Wir haben im Nationalpark auch Pflegebereiche und eine Verkehrssicherungspflicht zum Beispiel auch für den Brandschutz“, erklärt Uwe Borrmeister, Leiter des Nationalparks Sächsische Schweiz. Er sei dankbar für die Pflanzen-Spende, denn „weder der Sachsenforst noch private Waldbesitzer könnten sich solche Pflanzungen personell leisten.“ Deswegen packten am Montag rund 30 Freiwillige mit an, darunter auch Tourismus-Ministerin Barbara Klepsch und Hohnsteins Bürgermeister Daniel Brade.
Für sie ist der neu angepflanzte Wald eine besonders gelungene Verbindung von Kultur, Tourismus und Natur. Schließlich wanderte der große Maler nachweislich auch rund um Hohnstein.
Noch mindestens bis Ende Januar werden im Albertinum und im Dresdner Schloss Spenden für weitere Baumsetzlinge gesammelt. Denn es sollen noch 500 junge Laubbäume hinzukommen, so dass in ein paar Jahrzehnten ein bunter, gesunder Mischwald entsteht.