Autos brennen auf Parkplatz an Marienbrücke
Wieder haben mehrere Autos auf einem Parkplatz an der Marienbrücke in Dresden gebrannt. Während der Demonstrationen in der Innenstadt steckten Unbekannte mehrere Autos mit auswärtigen Kennzeichen in Brand, die Polizei sperrte insgesamt 11 Autos für die Spurensicherung ab, mehrere davon wurden vollständig zerstört. Andere Fahrzeuge wurden durch die Hitzeentwicklung in Mitleidenschaft gezogen, an einigen brannte auch nur ein Reifen und der Radkasten. Die Kriminalpolizei wurde zur Spurensicherung angefordert."Bei den Fahrzeugnutzern handelte es sich in erster Linie um Teilnehmer der Pegida-Versammlung", teilte ein Polizeisprecher mit. Nach unseren Informationen waren auch Autos von Dritten betroffen. Angaben zur Schadenshöhe sind gegenwärtig nicht möglich. Eine Augenzeugin sagte unserem Sender, sie dachte zu erst an ein Lagerfeuer, plötzlich gingen nacheinander mehrere Fahrzeuge in Flammen auf.Bereits mehrfach waren Autos von auswärtigen Demonstrationsteilnehmern während der Pegida-Demonstrationen angezündet worden. Zu den Tätern gibt es im aktuellen Fall, aber auch zu den vorigen Brandanschlägen, bislang noch keine Spur. Niemand habe jemanden wegrennen gesehen, sagte ein Polizeisprecher.An der Pegida-Demonstration beteiligten sich am Montagabend nach Angaben des Studentenprojektes "Durchgezählt" 3.000 bis 4.000 Teilnehmer, an einer Gegendemonstration am Postplatz etwa 250 bis 350. Dort wurde am Abend aus den Reihen der Gegendemonstranten eine Rauchbombe gezündet, teilte die Polizei mit.Gegen 20:20 Uhr kam es auf der Prager Straße zu einer Auseinandersetzung zwischen mehreren deutschen und ausländischen Personen. Einsatzkräfte stellten sechs deutsche Männer im Alter zwischen 31 und 53 Jahren fest, die an der Auseinandersetzung beteiligt waren. Die beteiligten Ausländer konnten nicht angetroffen werden. Was sich genau ereignete hat, ist Gegenstand weiterer Ermittlungen. Die Polizei hat ein Verfahren wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung eingeleitet.Insgesamt waren 279 Polizeibeamte im Einsatz.