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Autonome Autos auf Autobahn bis spätestens 2020

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Volks­wagen will bis spätes­tens 2020 Fahrzeuge auf den Markt bringen, die vollau­to­ma­tisch auf Autobahnen fahren. Noch in diesem Jahrzehnt würden zunächst vor allem im Premium-Segment entspre­chende Fahrzeuge entwi­ckelt, sagte der Leiter der VW-Konzern­for­schung, Jürgen Leohold, am Freitag in Dresden. "Wir gehen davon aus, dass bis dahin auch die recht­li­chen Rahmen­be­din­gungen geklärt sind." In den 2020er Jahren werde das autonome Fahren auch außer­halb der Autobahn an Bedeu­tung gewinnen.  Der infolge der Abgas­ma­ni­pu­la­tionen in die größte Krise der Konzern­ge­schichte geratene Autobauer hatte bereits mehrfach erklärt, in den kommenden Jahren verstärkt auf Elektro­mo­bi­lität und autonomes Fahren zu setzen. Zudem will Volks­wagen einen eigenen modularen Elektro­bau­kasten für E-Autos produ­zieren. Laut Leohold sollen die ersten Produkte um 2019/2020 auf den Markt kommen. "Das sind dann vollelek­tri­sche Fahrzeuge." Entschei­dend für den Durch­bruch von Elektro­autos sei die Produk­tion von Batte­rie­zellen: "Eine gigan­ti­sche Heraus­for­de­rung."Noch sei aller­dings offen, ob VW auch eine eigene Batte­rie­fa­brik bauen werde. "Wir machen uns derzeit inten­sivste Gedanken, ob wir das bei Zulie­fe­rern kaufen - wie heute - oder in eine eigene Ferti­gung einsteigen", sagte Leohold. Das hänge auch davon ab, wo und wie Rohstoffe wie Lithium gewonnen werden können. Ende Mai hatte die dpa aus Konzern­kreisen erfahren, dass der Konzern den Bau einer Batte­rie­fa­brik erwägt. Ein solches Werk könnte bis zu zehn Milli­arden Euro kosten.