Ausschreitungen nach 0:3-Pleite der Dynamos
Nach dem Spiel der Dynamos in Kaiserslautern hat es laut Polizei Ausschreitungen gegeben. Dynamo-Fans attackierten Polizisten, beschädigten Einsatzfahrzeuge und Park & Ride-Busse und zündeten Pyrotechnik, teilte die Polizei mit. Zwei Menschen wurden durch herumfliegende Glassplitter verletzt. Der Sachschaden wird auf 70.000 Euro beziffert.Bereits während der Partie wurden Bengalos gezündet, zudem versuchten Dynamo-Fans, einen Gäste-Block zu stürmen, so ein Polizeisprecher. Zu Festnahmen war nichts bekannt. In einer Pressemitteilung der Polizei in Kaiserslautern ist von "erheblichen Gewaltpotenzial sowie ein hohem Maß an Aggressivität" bei den Dresdner Fans die Rede.Sportliche Talfahrt geht weiterDynamo hat das Auswärtsspiel beim 1. FC Kaiserslautern mit 0:3 verloren. Nach ordentlichem Start verloren die Schwarz-Gelben zunehmend den Spielfaden und unterlagen so am Ende deutlich. Die Talfahrt der SGD geht so auch unter dem neuen Trainer Peter Pacult weiter.Keine Torchancen - keine ToreIm Vergleich zum 0:0 gegen den MSV Duisburg hat Peter Pacult die SGD auf zwei Positionen verändert. Für Tobias Müller und den gelb-gesperrten Anthony Losilla rückten Tobias Jänicke und David Solga ins Team. Pacult stellte im System auf eine Sturmspitze um. Die Dynamos kamen gut ins Spiel und setzten die Roten Teufel früh unter Druck. Diese Drangphase hielt aber auch nur zehn Minuten, ehe das Spiel verflachte. Erst nach 18 Minuten kamen die Gastgeber gefährlich vor das Tor der Schwarz-Gelben. Markus Karl köpfte knapp drüber. Die Dynamos hatten ihre erste und im ersten Durchgang einzige Torchance in der 22. Minute. Der Schuss von Mickael Poté stellte Lauterns Torhüter Tobias Sippel aber vor keine Probleme. Dafür schlug es auf der Gegenseite ein. Diesmal konnte Karl Benjamin Kirsten mit einem Fernschuss überwinden - 1:0 für Kaiserslautern. Die Gastgeber wurden offensiver und drückten auf das 2:0.In der 34. Minute war es dann Cheikh Gueye zu verdanken, dass es beim knappen Rückstand blieb. Der Rechtsverteidiger der SGD rettete auf der Torlinie, verletzte sich dabei aber und musste kurze Zeit später ausgewechselt werden. In der 38. Minute war es dann doch passiert. Mohamadou Idrissou erhöte auf 0:2 aus Sicht der Dynamos. So ging es dann auch in die Halbzeit.Dynamo chancenlosIm zweiten Durchgang sollte von den Schwarz-Gelben in der Offensive nichts mehr kommen. Der Pacult-Elf fiel nichts ein, um die Hintermannschaft der Gastgeber in Bedrängnis zu bringen. Allerdings ging auch von den Roten Teufeln zunächst keine Gefahr aus. Peter Pacult wechselte offensiv und brachte Trojan und Fort ins Spiel. Für Torgefahr sorgten aber nur die Lauterer. In der 81. Minute vollendete Erwin Hoffer einen Köhler-Pass zum 3:0. Dabei blieb es dann auch, weil Azouagh in der Nachspielzeit noch an der Querlatte scheiterte.Mit weiterhin 17 Punkten belegt die SGD den Relegationsplatz. Am 17. Februar geht es zu Hause gegen Abstiegskonkurrent Sandhausen weiter.