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Augustusbrücke zur Hälfte saniert - Ende 2021 fertig

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Die Sanierungsarbeiten auf der Augustusbrücke kommen trotz Corona-Krise gut voran. Das sagte Projektleiter Daniel Windisch von der Hentschke Bau GmbH. bei einem Vorort-Termin. Verzögerungen gab es durch den Fund von Resten der Vorgängerbrücke aus dem 13. Jahrhundert. Zudem war der Sandstein stärker angegriffen als vermutet, sodass etwa 25 Prozent davon ausgetauscht werden musste. Bei der seit drei Jahren laufenden denkmalgerechten Sanierung der 1907 bis 1910 errichteten Elbquerung, die zu den Sehenswürdigkeiten der Kulturstadt gehört, ist die Hälfte geschafft, so Windisch weiter.  Die Grundsanierung soll bis Ende 2021 geschafft sein. Die Gesamtkosten liegen bei knapp 25 Millionen Euro, davon finanziert der Freistaat 17,6 Millionen Euro aus dem Fonds zur Hochwasserschadenbeseitigung. Das Bauwerk war beim Hochwasser 2013 teils schwer beschädigt worden.

Die Augustusbrücke ist eine der ältesten im Stadtgebiet und wurde an der Stelle der gleichnamigen Vorgängerbrücke aus dem 18. Jahrhundert errichtet. Das etwa 390 Meter lange Bauwerk besteht aus neun Bögen - vier davon überspannen die Elbe. Flexible Fahrgangsübergangskonstruktionen sorgen künftig dafür, dass sich die Brücke bewegen kann. „Ein Gummi lässt plus minus zwei Zentimeter Raum in beide Richtungen“, sagte Windisch. Und mittels Schleuderbeton, der sich filigran formen lässt, können die Leuchten historisch nachgebildet werden. Im Altstädter Brückenkopf wurde auch der Raum saniert, in dem Ende November 2019 im Zusammenhang mit dem spektakulären Juwelendiebstahl aus dem Grünen Gewölbe ein Brand gelegt und damit die Straßenbeleuchtung gekappt worden war. „Es fehlt nur noch der neue Schaltschrank.“ (dpa)