Augustusbrücke wird erst ab 2017 saniert
Die Augustusbrücke wird erst ab dem kommenden Jahr saniert. Das kündigte Reinhard Koettnitz vom Straßen- und Tiefbauamt am Montagmittag bei einem Vor-Ort-Termin an. Eigentlich sollte es bereits im Herbst losgehen. Die Stadt will die Brücke nun aber erst nach den Weihnachtsmärkten und Silvesterfeiern sperren und die Arbeiten beginnen. Aktuell laufen die Ausschreibungen für die Baufirmen.Diese Bauarbeiten sind geplant- Wiederherstellen der Funktionsfähigkeit der Bewegungsfugen- Ersatzneubau Bogen 1 (am Brückenbogen am Terrassenufer) und der Ersatz des Füllbetons im Bogen 7- Instandsetzung aller Ansichtsflächen einschließlich verformter Brüstungen- Trockenlegung der Hinterfüllbereiche- Instandsetzung der Treppen an der Neustädter Brückenrampe- Ausbau aller Verkehrsanlagen einschließlich Straßenbahn auf der Brücke- Verengung des Einmündung Sophienstraße/Theaterplatz durch die elbseitige Gehwegverbreitung am Schloßplatz- Erneuerung der elektrischen Beleuchtung sowie der Fahrleitungsanlage- Erneuerung bzw. Änderungen an den Anlagen der Ver- und EntsorgungDer Schiffsverkehr auf der Elbe ist in beiden Richtungen während der gesamten Bauzeit gewährleistet. Fußgänger und Radfahrer können die Brücke jederzeit überqueren. Sperrung für Straßenbahnen und AutosDie Sperrung für den Straßenbahnverkehr ist für etwa zwölf Monate geplant. Für den Kraftfahrzeugverkehr wird die Brücke während der gesamten Bauzeit gesperrt sein. Für den Neubau des Bogens 1 wird es mehrere Vollsperrungen des Terrassenufers an Wochenenden geben. Sanierungskosten: 24 Millionen Euro Beim Hochwasser 2013 war die Augustusbrücke stark beschädigt worden, deswegen ist nun die Sanierung notwendig. 2018 soll die Sanierung fertig sein, die Brücke soll dann für Autos gesperrt werden. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 24 Millionen Euro, davon werden 17,6 Millionen Euro durch Hochwasser-Fördermittel finanziert.Geschichte der Brücke reicht bis ins Jahr 1070 zurückDie Augustusbrücke zählt zu den ältesten Elbebrücken in Sachsen. Das erste Brückenbauwerk an gleicher Stelle ist in der Meißner Landchronik für das Jahr 1070 belegt. Die von Matthäus Daniel Pöppelmann in den Jahren 1727 bis 1731 errichtete 402 Meter lange Brücke mit 17 Bögen wurde im Laufe der Jahre den Anforderungen aus Schiffsverkehr und Straßenverkehr nicht mehr gerecht. Zu Anfang des 20. Jahrhunderts wurde die Brücke abgerissen. Es entstand zwischen den Jahren 1907 und 1910 eine Bogenbrücke mit neun Bögen, die über der Elbe deutlich weiter gespannt sind. Im Jahre 1945 kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges wurden der sechste Pfeiler und die angrenzenden Bögen durch deutsche Truppen gesprengt. Diese wurden 1947 bis 1949 wiederaufgebaut.