Augustusbrücke erst 2020 fertig
Die Bauarbeiten an der Augustusbrücke in Dresden werden sich definitiv bis zum Jahr 2020 verzögern. Bereits vor einigen Wochen gab es erste Vermutungen, dass sich der Bau um ein Jahr verzögert. Nun hat das Rathaus offiziell bestätigt, dass die Brücke erst 2020 fertig saniert ist. Ursprünglich sollten bereits 2019 wieder Straßenbahnen, Taxis oder Busse über die Brücke rollen.
Augustusbrücke bleibt für Autos nach Sanierung gesperrt
Für Autos wird die Brücke nach Beschluss des Stadtrates in jedem Fall gesperrt bleiben. Eigentlich sollte bereits nächstes Jahr alles fertig sein. Es gab aber größere Schäden, als angenommen. So war der Sandstein stärker beschädigt, als von außen sichtbar. Zudem waren die Arbeiter auf einem über 100 Jahre alte Teerschicht gestoßen, giftige Dämpfe traten aus. Zudem waren einige Teile bombenfest verbaut, auch dadurch gab es Verzögerungen. 23 Millionen Euro werden investiert, an den Baukosten solle sich nichts ändern, hieß es.
Der erste Brückenbogen wurde bereits Abgerissen, zur Zeit laufen die Vorbereitung zur Schalung und zum Neubau des Brückenbogens über das Terrassenufer.
Weitere Bauprojekte vorgestellt
Als weitere Brückenbauprojekte wurden heute u. a. Arbeiten an der Albertbrücke angekündigt. Die erst kürzlich fertig sanierte Brücke wird nun ab April noch von unten trocken gelegt. Zudem wird an Fahrrad-Brücken im Niedersedlitzer Flutgraben und am Alberthafen gebaut. Instandsetzungsarbeiten stehen zudem zum Beispiel an den Treppen an der Budapester Straße an. Sechs Millionen Euro stehen dieses Jahr für Brückenbauarbeiten bereit.
Detailpläne zu Albertbrücke und Prohliser Landgraben
Albertbrücke: Nachdem die Albertbrücke von April 2014 bis August 2016 unter Vollsperrung saniert wurde, nimmt die Stadtverwaltung ab Juni 2018 die noch ausstehende Instandsetzung der Brückenunterseite und des Pavillons auf der Neustädter Seite in Angriff. Die Kosten betragen voraussichtlich etwa 2,2 Millionen Euro. Zeitweise sind Verkehrseinschränkungen auf einer Fahrspur nötig. Die Bauzeit beträgt etwa ein Jahr.
Prohliser Landgraben: Der Prohliser Landgraben verläuft unter der Mügelner Straße in einem Kanal. Um die Standfestigkeit der Röhre wiederherzustellen, soll ein sogenannter GFK Inliner über die Schachtöffnungen eingezogen werden. Das ist ein mit Kunstharz getränkter Schlauch aus Glasfasergewebe, der im Kanal aushärtet und ein Rohr im Rohr bildet (GFK – glasfaserverstärkter Kunststoff). Die Bauarbeiten beginnen im Mai 2018 und enden im Februar 2019. Eingeplant sind rund 1,8 Millionen Euro Baukosten.