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Aufforstung im Waldpark Blasewitz läuft

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Nachdem im Waldpark Blasewitz viele Bäume gefällt werden mussten, läuft jetzt die Wiederaufforstung. In einer ersten Pflanzaktion werden 0,7 Hektar neu aufgeforstet. Es handelt sich um Flächen, auf denen fast alle Kiefern abgestorben waren.

Gepflanzt werden 10.200 Kiefern, 350 Birken und 150 Traubeneichen. Mitglieder des Stadtbezirksbeirates Blasewitz und Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen beteiligten sich am Freitag an der Wiederaufforstung. Die Beirätinnen und Beiräte brachten etwa 300 Kiefern in die Erde. Der Stadtbezirksbeirat unterstützt die Pflanzungen auch finanziell.

„Das Baumsterben im Waldpark hat viel Interesse und Engagement in der Bevölkerung ausgelöst. Es ist nicht zuletzt der guten Zusammenarbeit zwischen Stadtbezirk und Amt für Stadtgrün und Abfallwirtschaft zu verdanken, dass wir nun mit der Wiederaufforstung beginnen können. Die Klimakrise ist nicht irgendwo, sie ist mitten in Blasewitz. Darauf stellen wir uns in Dresden mit unseren vielen Denkmalen gerade auch im Bereich des Gartenbaus ein. Wir wollen unsere Gartendenkmale erhalten, denn sie helfen uns im sich wandelnden Klima. Um sie zu erhalten, müssen wir sie behutsam ändern“, erklärt Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen die Herausforderungen im Waldpark.

Im Waldpark mussten in den letzten beiden Jahren mehr als 2.000 Bäume gefällt werden. Grund für den Kahlschlag waren laut Stadt Waldschäden, die durch die extreme Trockenheit in den Jahren 2018 und 2019 entstanden waren. Die Situation für die Kiefer hat sich nach Aussage der Stadt stabilisiert, da 2021 ausreichend Niederschlag für Flachwurzler gefallen ist. Der Befallsdruck durch Käfer ist jedoch nach wie vor hoch. Entscheidend wird der Witterungsverlauf 2022 sein, da es zurzeit bereits wieder zu trocken ist. Für tiefer wurzelnde Baumarten wie Eiche und Buche besteht nach wie vor Trockenstress wegen des Wasserdefizites in tieferen Bodenschichten. 2022 sind weitere Verluste wahrscheinlich.