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Auch vier Pirnaer Brücken marode

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Der Einsturz der Carolabrücke vor zwei Wochen hat bei vielen Stadtverwaltungen in Deutschlands Angst und Schrecken ausgelöst. Wie ist es um unsere kommunalen Brücken bestellt? Droht uns ein ähnliches Desaster?

Pirna hat sich deshalb nochmal den Zustand seiner 48 Brücken und elf Stützmauern genauer angeschaut. Auch sie werden, laut Stadtverwaltung, regelmäßig inspiziert und gewartet, um Schäden frühzeitig zu erkennen und zu beheben.

Dabei lag der Durchschnitt der Pirnaer Brücken-Bauwerke bei 2,35. Die Skala der Bewertung geht von 1 - sehr gut - bis 4 - ungenügender Zustand. Vier Brücken sind besonders marode, bekamen nur die Noten 3,3 oder schlechter. Auf Nachfrage unseres Senders, um welche Brücken es sich dabei in Pirna handele, gab die Stadtverwaltung bis zum gestrigen Abend keine Antwort.

Beruhigend: Die Stadtbrücke über die Elbe bekam zur letzten Prüfung für den Hauptteil über den Fluss die Note 2. Nach der letzten umfangreichen Sanierung 2016 wird die Brücke weiterhin sorgfältig überwacht, um ihre Langlebigkeit zu gewährleisten. Die
Zustandsnote ist ein Indikator für den Allgemeinzustand des Bauwerks, sagt jedoch nicht direkt etwas über die Tragfähigkeit aus.  Die Bewertung betrachtet Standsicherheit, Dauerhaftigkeit und Verkehrssicherheit einer Brücke.

Sandra Roscher aus dem Pirnaer Tiefbauamt erklärt: „Der Brückeneinsturz der Carolabrücke in Dresden hat auch uns als Stadtverwaltung sehr schockiert. Es führt uns vor Augen, dass wir selbst mit engmaschigem Prüfschema keine absolute Sicherheit haben. Umso wichtiger ist es nun, aus den derzeit untersuchten tatsächlichen Ursachen zum Unglück die richtigen Rückschlüsse für die Pirnaer Brücken zu ziehen und dort mit geeigneten Maßnahmen entgegenzuwirken“.