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Attacken auf Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr nehmen zu

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Immer öfter werden in Dresden Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr mutwillig beschädigt. Im vergangenen Jahr gab es insgesamt vier Fälle. In diesem Jahr sind es schon sechs. Wie uns Feuerwehrsprecher Michael Klahre sagte, waren meist die Fahrzeuge des Rettungsdienstes betroffen.

Während die Besatzung medizinische Hilfe leistete, wurden vor allem in der Dresdner Neustadt z.B. Außenspiegel abgetreten, der Lack zerkratzt oder beschmiert und sogar eine Trage kaputtgemacht. Allein diese Reparatur kostet 4.000 Euro. Darüber hinaus müssen die Fahrzeuge für die polizeiliche Aufnahme und die Werkstatt außer Dienst gestellt werden.

Auch für die Kollegen sei es eine Belastung, wenn sie zu einem Einsatz rausfahren und immer damit rechnen müssen, dass danach etwas kaputt oder gestohlen ist, so Klahre weiter. In den meisten Fällen entkommen die Täter unerkannt. In diesem Jahr konnte aber einer von der Rettungswagenbesatzung selbst geschnappt werden, nachdem der Mann einen Spiegel abgetreten hatte.

Die Schmerzgrenze für die Feuerwehrleute ist aber eindeutig überschritten, wenn nicht nur ihre Fahrzeuge, sondern auch sie selbst angegriffen werden. Am 21. Oktober waren die Feuerwehr zu einem Fahrzeugbrand auf der Fritz-Reuter-Straße ausgerückt. Beim Eintreffen der Kameraden wurden sie von Unbekannten mit Eiern beworfen.

Michael Klahre fordert mehr Respekt für die Einsatzkräfte. Im schlimmsten Fall könne die Störung oder Behinderung der Kameraden im Einsatz Leben kosten!