Arbeiten für Radspuren auf Blauem Wunder starten
Lange wurde diskutiert, nun ist es soweit: Auf dem Blauen Wunder in Dresden starten am Sonntag die Markierungsarbeiten für Radstreifen. Dabei handelt es sich um einen befristeten Verkehrsversuch von höchstens einem halben Jahr, heißt es von der Stadt. Für Autofahrer und Busse der Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) bedeutet das: Eine Spur fällt weg.
Für die Arbeiten wird es am Sonntagabend eng. Zwischen 20 und 22 Uhr wird die Brücke Richtung Schillerplatz und der Schillerplatz selbst voll gesperrt.
Der Versuch soll untersuchen, wie sich die Spuren auf die Sicherheit der Radler, aber auch auf Stau von Autos und Bussen auswirkt. Erst danach wird entschieden, ob die Radfahrstreifen bleiben.
Die geplante Markierung eines Radstreifens auf dem Blauen Wunder hatte zuvor für erhebliche Diskussionen gesorgt. Laut Analysen würden die Busse der Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) im Schnitt zwischen sechs und zwölf Minuten länger im Stau stehen. Die CDU-Fraktion bezeichnete das Vorhaben als „Verkehrschaos“. Die Markierungsarbeiten wurden angekündigt, dann in letzter Sekunde vom OB höchstpersönlich gestoppt. Schließlich gab es eine Demo vom ADFC und kurz darauf endgültig grünes Licht.
Vor Ort gibt es noch keine separaten Radspuren. Laut den Untersuchungen der Stadt hat sich der Radverkehr rund um das Blaue Wunder seit 2018 um 46 Prozent erhöht. Der Kraftfahrzeugverkehr hat im selben Zeitraum um 13 Prozent abgenommen.