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Arbeiten die Blitzer auf der Waldschlösschenbrücke korrekt?

Zuletzt aktualisiert:
Autor: Red

Die Blitzer auf der Waldschlößchenbrücke arbeiten laut Ordnungsamt fehlerfrei. Ein Verkehrsrechtsanwalt hatte für einen Mandaten ein 15 Euro-Knöllchen abgewendet - der Autofahrer war auf der linken Spur mit 61 km/h geblitzt worden.

Der Anwalt hat die Messergebnisse in Zweifel gezogen, da es Unstimmigkeiten zwischen den Angaben auf den Blitzer-Fotos und dem Eichschein geben soll. Zudem waren auf dem Foto zwei Autos zu sehen, auf der Überholspur und auf der rechten Spur. Ordnungsamtsleiter Ralf Lübs dementierte nun, dass die Blitzer nicht korrekt arbeiten würden. Beide Fahrspuren werden korrekt erfasst, sagte Lübs.

So funktionieren die Blitzer auf der Waldschlößchenbrücke

Wie Lübs im Gespräch mit unserem Sender erläuterte, gibt es zwei Kameras in dem Blitzer. Auf den Fotos jeder Kamera steht "Spur 1", deswegen könnte es zu Irritationen kommen. Egal ob man auf der Überholspur oder auf der rechten Spur erfasst werde, es wird immer "Spur 1" auf dem Foto stehen, erklärte Lübs. Allerdings hat jede Kamera eine eigene eindeutige Registrierungsnummer (zum Beispiel "202013" und "202014") - Anhand dieser könne immer festgestellt werden, welche Spur geblitzt wurde.

118 Einsprüche gegen Bußgeldbescheide auf der Waldschlößchenbrücke

Anhand von Unterlagen, technischen Daten und dem Eichschein konnte plausibel dargestellt werden, dass die Geräte richtig geeicht sind. Zudem würde die Eichung regelmäßig überprüft und erneuert.
Insgesamt gab es im vergangenen Jahr 23.000 Verstöße, über 660.000 Euro wurden damit eingespielt. 118 Autofahrer legten Einspruch ein, teilte das Ordnungsamt auf unsere Anfrage mit. Wie viele davon erfolgreich waren, ist nicht bekannt.

DNN-Artikel hatte Fragen aufgeworfen

In einem DNN-Artikel war vor gut einer Woche die Frage aufgeworfen worden, ob das Gerät falsch geeicht ist. Das Ordnungsamt dementierte nun.

In dem konkreten Fall des 15-Euro-Knöllchens wurde das Bußgeldverfahren zwar eingestellt, allerdings läuft weiter ein Rechtsstreit, wer die Anwaltskosten zu tragen hat. Das Ordnungsamt will sich zum konkreten Fall wegen des laufenden Verfahrens deswegen nicht im Detail äußern.