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Appell gegen Hamsterkäufe – „Bedarf wie an Weihnachten und Ostern“

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Im Edeka-Logistikzentrum herrscht Hochbetrieb. Wegen der Coronavirus-Krise muss ein ungeplanter erhöhter Bedarf in Supermärkten gedeckt werden. Versorgungsengpässe soll es nicht geben. Landwirtschaftsminister Wolfram Günther appelliert zu bedarfsgerechtem Einkauf.

Das Toilettenpapier steht versandfertig in Rollcontainern und auf Paletten. „Es ist alles da“, sagt Ulrich Günther, Betriebsleiter im Zentrallager der Edeka-Regionalgesellschaft Nordbayern-Sachsen-Thüringen in Berbersdorf (Landkreis Mittelsachsen). Leere Regale wie zuletzt in Supermärkten gibt es hier nicht. Die Coronavirus-Krise hat aber auch Auswirkungen auf das hochmoderne Logistikzentrum. „Wir haben derzeit einen Bedarf wie an Weihnachten und Ostern zusammen“, sagt der Geschäftsführende Vorstand Rainer Kämpgen.

Sachsens Landwirtschaftsminister Wolfram Günther ließ sich am Mittwoch die Abläufe erklären. „Ich bin der Versorgungsminister“, sagt der Grünen-Politiker. Deswegen habe er sich mit eigenen Augen davon überzeugen wollen, dass die Versorgung für die Menschen gesichert sei. „Wenn es zu Versorgungsengpässen kommt, dann nur, weil über den Bedarf eingekauft wurde“, stellt er klar.

„[…] machen uns eine Notsituation, die es gar nicht gibt.“ – Wolfram Günther / Landwirtschaftsnminister

Günther nutzt die Gelegenheit und appelliert einmal mehr, Hamsterkäufe zu unterlassen. „Das Plädoyer ist, nicht mehr zu kaufen als man braucht und verbraucht, um nicht Notlagen zu schaffen, die es nicht gibt“, sagt er eindringlich. Alles andere sei ein unsolidarisches Verhalten. „Optisch machen wir uns eine Notsituation, die es gar nicht gibt“, betont Günther.