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Anwohner sauer: Neun Jahre für eine Fußgängerquerung

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Fußgänger müssen weiter auf eine sichere Querung am S-Bahnhof Dresden-Pieschen warten. Die SPD-Ratsfraktion hat erfahren, dass das Projekt voraussichtlich im Jahr 2026 realisiert wird.

Die Pieschner hatten schon 2017 die unsichere Querung am S-Bahnhof kritisiert. Sie wünsche sich zum Beispiel einen Zebrastreifen.

Sollte es tatsächlich erst nächstes Jahr losgehen, waren seit einer Petition der Anwohner ganze neun Jahre vergangen. Auf der unübersichtlichen Straße fahren über 9.000 Autos täglich, jede Stunde halten hier 20 Busse.

Mehrfach hatte auch der Stadtbezirksbeirat die Verwaltung aufgefordert, an dieser Stelle etwas zu unternehmen. 

„Die fehlende Querung am S-Bahnhof Pieschen steht symptomatisch für die Verkehrspolitik in Dresden“, wettert Stefan Engel, SPD-Stadtrat für Pieschen und verkehrspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion. „Selbst einfachste Maßnahmen dauern ewig. Klare Zeitpläne gibt es nicht. Die Verkehrssicherheit bleibt auf der Strecke. Alle bisherigen Bautermine erwiesen sich als Schall und Rauch.“

Der S-Bahnhof Pieschen ist verkehrliches Nadelöhr. Für den Schülerverkehr ist die aktuelle Situation alles andere als sicher. „Wir brauchen hier keine weiteren Ankündigungen, sondern sichtbare Resultate. Mittelinseln und barrierefreie Haltestellen am S-Bahnhof sind schon lange überfällig“, so Stefan Engel weiter.