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Anneli-Prozess: Angeklagter nutzt Schmuggel-Handy im Knast

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Nach knapp vierwö­chiger Pause ist am Montag­vor­mittag am Dresdner Landge­richt der Prozess um die Entfüh­rung den gewalt­samen Tod der 17-jährigen Anneli-Marie fortge­setzt. Dabei sind u.a. Ermittler als Zeugen geladen. Bekannt wurde nun auch - der mutma­ß­liche Mörder von Anneli hat sich ein Handy ins Gefängnis schmug­geln lassen. Sein Stief­bruder hatte sich gewun­dert, dass er ständig SMS von Markus B. bekommt, teilte die vorsit­zende Richterin mit. Bei einer Razzia in der Zelle wurde das Mobil­te­lefon tatsäch­lich entdeckt. Die Staats­an­walt­schaft wertet nun die Daten des Handys aus.Unter­dessen musste die Befra­gung einer Gericht­me­di­zi­nerin aus Krank­heits­gründen verschoben werden, ihr Kollege soll das rechts­me­di­zi­ni­sche Gutachten zum Tod der 17-jährigen Schülerin am nächsten Prozesstag vorlegen.Neben­klage hält beide Angeklagten für MörderDie Neben­klage im Prozess gegen die mutma­ß­li­chen Entführer der 17-jährigen Anneli-Marie hält beide Angeklagten für Mörder. Auch bei Norbert K., dem erpres­se­ri­scher Menschen­raub mit Todes­folge vorge­worfen wird, müsse Mord durch Unter­lassen in Betracht gezogen werden, erklärte der Anwalt derEltern des Opfers am Montag im Landge­richt. Es sei klar, dass Norbert K. gewusst habe, dass Markus B. das Mädchen töten wollte. Als B. die Jugend­liche dann erstickte und erdros­selte, habe er nichts dagegen getan. B. steht bereits unter dem Verdacht des Mordes.Seit Ende Mai wird gegen einen 40-Jährigen und einen 62-Jährigen wegen erpres­se­ri­schen Menschen­raubs mit Todes­folge verhan­delt. Der 40-jährige Markus B. muss sich auch wegen Mordes verant­worten. Sie sollen die Unter­neh­mer­tochter im August 2015 entführt und getötet haben.(Redak­tio­neller Hinweis: Im Artikel wurde im letzten Satz die Jahres­zahl korri­giert. Der Aritkel wird fortlau­fend um neue Infor­ma­tionen aus dem heutigen Prozesstag ergänzt.)