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Anna Seidel gewinnt Bronze bei Shorttrack-EM

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Die deutsche Shorttrackerin Anna Seidel hat am Schlusstag der Europameisterschaft in Dresden Bronze über 1000 Meter gewonnen. Die 19-Jährige wiederholte damit ihren Erfolg von 2016. Diesmal musste sich die Dresdnerin im Finale der mehrmaligen Europameisterin Arianna Fontana, die Gold gewann, und der Niederländerin Suzanne Schulting geschlagen geben. Für die zweite deutsche Einzel-Starterin, Bianca Walter, war im Viertelfinale Endstation.„Es ist so, wie ich es mir erträumt habe. Im Gegensatz zum Vortag habe ich diesmal auch körperlich voll dagegen gehalten“, sagte Seidel, die sich wie ihre Vereinsgefährtin Walter für die Olympischen Spiele qualifiziert hat.Christoph Schubert konnte seine letzte Chance auf ein Olympia-Ticket nicht nutzen: Der 23 Jahre alte Dresdner verpasste im Viertelfinale über 1000 Meter als Letzter seines Laufs den Einzug ins Halbfinale. Wie schon über 500 Meter und 1500 Meter konnte er damit die Vorgabe des Deutschen Olympischen Sportbunds für eine Nominierung für Pyeongchang nicht erfüllen.Begleitet von großer Euphorie wurden die Entscheidungen bei den Staffeln. Nach einem Sturz belegten die Damen um Anna Seidel, Bianca Walter, Tina Grassow und Gina Jacobs den vierten Rang in der Gesamtwertung. Russland sicherte sich den Sieg vor Ungarn und Frankreich. Bei den Herren kamen Christoph Schubert, Florian Becker, Adrian Lüdtke und Tobias Pietsch auf dem sechsten Platz ein. Das niederländische Quartett setzte sich vor Russland und Ungarn durch.Daniel Zetzsche, kommissarischer Bundestrainer: "Am Wochenende haben wir viele Facetten erlebt. Am Samstag waren die Ergebnisse insgesamt nicht zufriedenstellend. Am Sonntag haben wir hingegen gute Einzel- und auch Staffelläufe gesehen. Der Höhepunkt war natürlich die Bronze-Medaille von Anna Seidel. Auch die Damen-Staffel hat sich engagiert präsentiert, ist aber leider eigenverschuldet gestürzt. Die Herren haben aus den Fehlern der letzten Tage gelernt und ihren besten Lauf aufs Eis gebracht. Sie wissen, wo sie stehen und haben im A-Finale auch gesehen, wie die Spitze agiert. Im Namen unseres gesamten Teams möchte ich den Zuschauern einen großen Dank für die Unterstützung aussprechen."Uwe Rietzke, DESG-Vizepräsident und Organisationsleiter: "Hinter uns liegen drei intensive Tage. Wir können insgesamt ein absolut positives Fazit ziehen. Die Zuschauer haben sich von den starken Leistungen auf dem Eis anstecken lassen und für eine tolle Kulisse gesorgt. Die Integration des flexiblen Bandensystems hat sich mehr als bewährt und dient als Visitenkarte für die Bewerbung zur Ausrichtung weiterer internationaler Wettkämpfe in Dresden."