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Anklage nach Hundeattacke auf Äthiopierin in Dresden-Gorbitz erhoben

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Nach der Hunde-Attacke auf eine junge Äthiopierin vor acht Monaten in am Merianplatz in Dresden-Gorbitz ist Anklage gegen eine junge Frau wegen fahrlässiger Körperverletzung erhoben worden. Der 23-Jährigen wird vorgeworfen, das Tier nicht ausreichend angeleint zu haben. Dadurch habe der Hund an der Haltestelle aus einer Straßenbahn laufen, die Afrikanerin anspringen und verletzen können. Der Fall wird ab dem 12. September am Amtsgericht Dresden verhandelt. Nach Erkenntnissen der Ermittler ist die 23-Jährige mit dem Hund in die Straßenbahn ein- und als der Spielball des Vierbeiners rausrollte ohne ihn ausgestiegen. Auf Videos sei zu sehen, wie das Tier hinter der Frau her auf die Äthiopierin zu renne. Die Polizei hatte ein rassistisches Motiv vermutet, angeklagt ist das nicht. Die Ermittlungen hätten nicht ergeben, dass die Beschuldigte ihren Hund auf die Afrikanerin hetzte, sagte der Justizsprecher. Auch mündliche Befehle oder Zeichen seien nicht bekannt. Die Äthiopierin war von hinten angefallen und zu Boden gerissen worden, ehe Passanten eingriffen. Sie hatte leichte Bissverletzungen und einen Schock erlitten. (dpa)