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Anklage gegen Immobilienbetrüger

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Die Staatsanwaltschaft Dresden hat Anklage gegen einen mutmaßlichen Immobilienbetrüger erhoben. Dem 61-Jährigen wird u.a. gewerbsmäßiger Betrug in vier Fällen vorgeworfen.

Er soll sich im vergangenen Sommer in betrügerischer Absicht eine Villa an der Wilsdruffer Straße in Meißen für 830.000 Euro ergaunert haben.  Laut Staatsanwaltschaft war ihm von vornherein klar, dass er weder Kaufpreis noch Maklerkosten begleichen kann. Zudem ließ er das Haus für mehr als 22.000 Euro sanieren - ebenfalls ohne Maler und Elektriker zu bezahlen. Nach Angaben der Ermittler wollte der Beschuldige die Wohnimmobilie quasi umsonst übernehmen und damit seinen Lebensunterhalt bestreiten.

Weiterhin wird ihm vorgeworfen, am 4. Dezember 2020 einer Autohändlerin in Hannover einen Kaufvertrag über einen hochwertigen Pkw zum Preis von 100.000 Euro geschlossen zu haben, den er höchstwahrscheinlich ebenfalls nicht bezahlen wollte. Zu der vereinbarten Übergabe des Pkw kam es nicht mehr, da der Beschuldigte am 19. Dezember 2020 in Malchin in Mecklenburg-Vorpommern festgenommen worden. Wir haben darüber berichtet.

Der Mann ist mehrfach vorbestraft. Er befindet sich weiterhin in Untersuchungshaft und hat sich zu den Tatvorwürfen bislang nicht geäußert.

Das gegen die damalige Lebensgefährtin des Beschuldigten geführte Ermittlungsverfahren wurde eingestellt, da ihr eine Tatbeteiligung nicht nachgewiesen werden konnte.