Ampel-Frust an der Carolabrücke: so gehts weiter
Rote Ampeln und kein Verkehr: das sorgt bei Autofahrern in Dresden rund um die eingestürzte Carolabrücke für Frust, doch die Stadt will jetzt endlich handeln.
„Schon am Dienstag wird die Ampelanlage am Carolaplatz umgestellt“, kündigte Simone Prüfer vom Straßen- und Tiefbauamt am Montag an. Danach sollen Stück für Stück der Rathenauplatz, die Pillnitzer Straße/ Steinstraße und der Rosa-Luxemburg-Platz.
Bis alles optimiert ist, wird es aber noch einige Wochen dauern. „Es wird sich wohl erst nach den Herbstferien entspannen“, ergänzt Oberbürgermeister Dirk Hilbert.
Insgesamt sind 15 Kreuzungen betroffen, an denen der Verkehrsfluss optimiert werden muss. Die Augustusbrücke bliebe aber weiterhin für Autos geschlossen.
Die viel kritisierte Ampel Terrassenufer/Steinstraße kann laut Tiefbauamt nicht einfach abgeschaltet werden, weil dort Geh- und Radwege kreuzen.
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Abbruch an Dresdner Carolabrücke geht am 7. Oktober weiter
Die Sicherungsmaßnahmen und Vorbereitungen für den weiteren Abriss des zerstörten Teils der Carolabrücke sind unterdessen im Gange. Ab Dienstag werde ein sogenanntes Fallbett aus Kies zum Schutz der Kaimauer und des Terrassenufers angelegt und mit Stahlplatten versehen, sagte die Leiterin des städtischen Straßen- und Tiefbauamtes, Simone Prüfer. Von dort aus beginnt der Abbruch des schräg hängenden Brückenteils auf Altstädter Seite, mit dem Kragarm am nördlichen Pfeiler und oberen Ende des Schenkels. „Er fällt in die Elbe und bleibt erst mal dort liegen“, sagte Prüfer. Danach folgt der herabhängende Teil auf Neustädter Seite. Das Material werde dort an Ort und Stelle von mobilen Brecheranlagen zerstört, das geborgene Schüttgut über das Ufer abtransportiert. Erst dann kann ein Bett in die Elbe gebaut werden, um die im Fluss liegenden Brückenteile zu bergen. Dazu brauche es aber einen Wasserstand von weniger als 2,30 Metern, derzeit „hat die Elbe noch eine unheimliche Strömung“. Aktuell sind es am Pegel 2,53 Meter. Wenn alles wie geplant läuft, soll es nach dem Abbruchplan in elf Wochen geschafft sein. (mit dpa)
