Ammoniak im Postzentrum Ottendorf-Okrilla ausgetreten
Im Logistikzentrum der Deutschen Post in Ottendorf-Okrilla ist am Mittwochmorgen Giftalarm ausgelöst worden. An einem Paket war Feuchtigkeit festgestellt worden, zudem gab es einen stechenden Geruch. Die Mitarbeiter des Paketzentrums wurden vorsorglich in Sicherheit gebracht.Am Nachmittag stand dann fest: aus einem Paket ist Ammoniak ausgelaufen. Spezialisten für Gefahrgut hatten in Schutzanzügen seit dem frühen Mittwochmorgen rund 300 Pakete eines Containers kontrolliert, wie das Landratsamt in Bautzen mitteilte. Dort war eine zunächst undefinierbare Flüssigkeit mit stechend beißendem Geruch ausgetreten. Das Ammoniak-Paket wurde nach Angaben der Einsatzleitung in einem luftdicht abgeschlossenen Container gelagert und sollte entsorgt werden. Ammoniak kann Verätzungen von Haut und Atemwegen auslösen. Verletzt worden sei niemand. Der Betrieb in dem Verteilzentrum sollte am Mittwochnachmittag wieder aufgenommen werden. Die Feuerwehr war mit einem Großaufgebot im Einsatz - unter anderem mit Kameraden aus Bautzen, Wilthen und Frankenthal.Feuerwehrleute in Schutzanzügen räumten den Container mit 300 Paketen aus. Jede Sendung wurde geöffnet und untersucht, teilte das Landratsamt Bautzen mit. Der Container war an einem Ladetor abgestellt. Er wurde vom Gebäude getrennt und auf in sicherer Entfernung auf dem Hof abgestellt. Es könne heute zur Verzögerungen bei der Auslieferung von Paketen und Päckchen im Stadtbereich Dresden kommen, sagte Post-Sprecherin Anke Blenn unserem Sender.