Alumnatsumbau: Kreuzchor soll in Container umziehen
Die Sänger des Dresdner Kreuzchors sollen bis zum Jubiläumsjahr 2016 ein modernes Alumnat erhalten. Dann feiert der Chor sein 800-jähriges Bestehen. Geplant sind die Sanierung des Altbaus und ein Anbau, sagte Kreuzkantor Roderich Kreile. Die Kruzianer könnten so lange in Containern wohnen.
Investition von 5-6 Millionen Euro
Unterkunft, Lebens- und Arbeitsbedingungen der Chorknaben seien ein starker
Faktor bei der Nachwuchsgewinnung. „Damit müssen wir in Europa konkurrenzfähig sein“, sagte Kreile. Schätzungen gehen von fünf bis sechs Millionen Euro Gesamtkosten aus. Derzeit laufen die Gespräche mit der Stadt. Die hat die Realisierung des Projekts zugesagt. Zudem wird um eine Zuschusserhöhung für die städtische Kultureinrichtung verhandelt.
Hoher Bedarf an Internatsplätzen
In Dresden sei der Bedarf an Internatsplätzen derzeit höher als das Angebot. Mit der Stadt wird auch über ein Plus von 100 000 Euro beim Jahreszuschuss
verhandelt. Angesichts allgemein steigender Kosten liege das nötige
Budget für 2013 bei 2,6 Millionen Euro, sagte Kreile. 600 000 Euro
singt der Chor selbst ein. Laut Chormanagement erwirtschaften die 150 Jungen pro Jahr und pro Kopf 3400 Euro für die Kommune.
Wirbel gab es bereits im Frühjahr um den Kreuzchor. Die Sozialstiftung der Stadt und die Kreuzchor-Stiftung sollen für den Kulturpalastumbau aufgelöst werden. 27 Millionen Euro sollen fließen. Der Kreuzchor solle aber weiter wie bisher gefördert werden, hieß es.