Alle Verfahren gegen Regine Töberich eingestellt
Die Staatsanwaltschaft Dresden hat alle Verfahren gegen Architektin Regine Töberich eingestellt. Das teilte ihr Anwalt Andrej Klein mit. Töberich hatte im Frühjahr ein kurzes Stück des Elberadwegs weggebaggert, damit wollte sie gegen die Blockadehaltung der Stadt protestieren. Der Stadtrat hatte ihr geplantes Bauprojekt "Marina Garden" gestoppt.Sieben Verfahren eingestellt Die Reparaturkosten am Elberadweg zahlte Töberich später. Die sieben eingeleiteten Straf- und Ordnungswidrigkeitsverfahren wurde nun gegen Zahlung von 450 Euro an das Tierheim in Stetzsch eingestellt, teilte ihr Anwalt mit. Töberich wurde u.a. Sachbeschädigung und gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr vorgeworfen. Zudem liefen Ordnungswidrigkeitsverfahren wegen Verstößen gegen Naturschutz-, Abfall-, und Umweltschutzregelungen. Man habe mit der Staatsanwaltschaft Gespräche geführt, teilte ihr Anwalt mit.Zivilklage ab März vor GerichtWeiter offen sind dagegen die zivilrechtlichen Ansprüche von Regine Töberich gegen die Stadt Dresden. Töberich fordert bis zu 24 Millionen Euro von der Stadt, da ihr Bauprojekt auf Eis gelegt wurde. Vor Gericht soll es aber zunächst um drei Millionen Euro gehen. Die entsprechende Amtshaftungsklage soll ab März 2016 vor Gericht verhandelt werden, teilte Töberich auf Anfrage mit. Die offizielle Ladung des Gerichtes steht aber noch aus. Töberich wollte für "Marina Garden" 320 Wohnungen auf dem Areal an der Leipziger Straße bauen, später reduzierte sie die Pläne auf 180 Wohnungen. Stadtverwaltung und Stadtrat meldeten immer wieder Bedenken an.