Albertbrücke bekommt Behelfsbrücke
In Sichtweite der umstrittenen Dresdner Waldschlößchenbrücke wird bis November für knapp 2,3 Millionen Euro eine weitere Elbquerung gebaut - aber nur auf Zeit. Die Verbindung soll die Albertbrücke während ihrer Sanierung von Radfahrern und Fußgängern entlasten, teilte die Stadtverwaltung am Dienstag mit. Die Behelfsbrücke entsteht bis November auf zehn Gerüst- und zwei Stahlbetonpfeilern im Fluss. Die Stahlkonstruktion werde etwa 327 Meter lang und 5 Meter breit sein, gut 321 Tonnen wiegen und mit einem Schutz gegen den Anprall von Schiffen und Hochwasser ausgestattet sein. Die marode Albertbrücke aus dem 19. Jahrhundert soll von September 2012 bis April 2014 saniert werden. Die Kosten bezifferte die Stadt mit rund 20 Millionen Euro. Die 316 Meter lange Brücke aus Sandstein wurde im Zweiten Weltkrieg teilweise gesprengt und bis 1946 wieder aufgebaut. Zu DDR-Zeiten hieß sie in Erinnerung an die Vereinigung von KPD und SPD 1946 „Brücke der Einheit“, seit der Wende ist sie wieder nach König Albert von Sachsen benannt.