AKW-Bauschutt kommt nach Grumbach
Auf der Deponie in Grumbach wird Bauschutt eines ehemaligen Atomkraftwerkes aus Niedersachsen abgelagert. Wie das sächsische Umweltministerium bestätigte, handelt es sich um leicht radiokativen Bauschutt des stillgelegten AKW Stade. Insgesamt 2000 Tonnen des schwach radioaktiven Bauschuttes sollen in diesem und nächsten Jahr in Grumbach abgelagert werden. Von dem Material gehe keine Gefahr für Anwohner oder die Umwelt aus, hieß es.Die Interessengemeinschaft "Keine Deponie am Tharandter Wald" sorgt sich dagegen um die Gesundheit der Anwohner. "Die Deponie befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft zu einem Wohngebiet", erklärte ein Mitglied. Zudem türme sich ein "riesiger Müllberg" vor dem Tharandter Wald auf - einem Erholungsgebiet in der Nähe von Dresden. Die Initiative fürchtet daher negative Folgen auch für den Tourismus. Nach Angaben des Umweltministeriums darf der Bauschutt eine Strahlung von höchstens 10 Mikrosievert pro Jahr nicht überschreiten. Zum Vergleich verweist die Behörde auf die natürliche Strahlung, die 2012 in Deutschland bei 2,1 Millisievert lag. Die Strahlendosis, die durch die Ablagerung in Grumbach entstehe, sei somit 200 mal geringer.