Afrikanische Schweinepest im Landkreis Meißen nachgewiesen

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Bei einem Wildschwein im Landkreis Meißen ist die Afrikanische Schweine Pest (ASP) festgestellt worden. Das Nationale Referenzlabor – das Friedrich-Loeffler-Institut – hat die Tierseuche in der entsprechenden Probe heute nachgewiesen. Wie das sächsische Gesundheitsministerium mitgeteilt hat, wurde das Tier am 8. Oktober in der Nähe der A13 bei Radeburg geschossen. Es ist in Sachsen der erste Nachweis der Afrikanischen Schweinepest außerhalb des Landkreises Görlitz.

Das infizierte Wildschwein wurde von der zuständigen Veterinärbehörde sichergestellt. Ein lokales Krisenzentrum wurde bereits eingerichtet und arbeitet eng mit dem Landestierseuchenbekämpfungszentrum zusammen. Der positive Fund wurde im Rahmen des sächsischen ASP-Überwachungsprogramms nachgewiesen, wonach alle gesund geschossenen Wildschweine zu untersuchen sind.

Das Gesundheitsministerium geht aktuell davon aus, dass es nicht um eine Übertragung durch migrierende Wildschweine aus den infizierten Gebieten im Landkreis Görlitz handelt. Es gilt jetzt das Ausmaß des Ausbruchsgeschehens im Landkreis Meißen festzustellen, hieß es weiter.

Aktuell gibt es in Sachsen 549 bestätigte Fälle von Afrikanischer Schweinepest. Die Seuche ist für Haus- und Wildschweine hochgefährlich und verläuft fast immer tödlich. Für den Menschen und andere Tierarten ist die ASP nichtansteckend oder gefährlich.

Die Erkrankung kann direkt von Tier zu Tier oder indirekt über vom Schwein stammende Lebensmittel (Fleisch, Wurst) sowie über kontaminierte Gegenstände (Kleidung, Schuhe, Fahrzeuge) und Futter in andere Gebiete durch den Menschen übertragen werden.