- Eisflächen locken zum Schlittschuhlaufen: Dabei ist das auch sehr gefährlich.
Achtung, Einbruchgefahr! Dresden warnt vor Eisflächen
Auch wenn zugefrorene Seen, Teiche oder Eisfläche an der Elbe verlockend aussehen: Die Stadt Dresden warnt davor, diese zu betreten. Denn trotz langanhaltendem Frost ist das Eis nicht unbedingt tragfähig und kann schnell brechen. Das bedeutet sogar Lebensgefahr!
Die Feuerwehr und Stadt gibt daher Tipps:
- Wenn es knistert oder knackt, sollte die Eisfläche unbedingt verlassen werden.
- Bei einem Eisbruch gilt: Flach auf den Boden legen und vorsichtig zum Ufer kriechen.
- Unbedingt Ruhe bewahren und laut um Hilfe rufen.
- Um ins Eis eingebrochenen Personen zu helfen, sollte der Notruf 112 gerufen werden. Danach können weitere Rettungsversuche durchgeführt werden, zum Beispiel mit einem Brett, Leiter oder anderen Gegenständen, um das Gewicht zu verteilen.
- Nach der Rettung sollten die Geretteten mit Decke und trockenen Kleidern aufgewärmt werden. In jedem Fall müssen sie medizinisch versorgt werden.
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Vor allem Talsperren gefährlich
Insbesondere bei Talsperren ändern sich durch die aktive Bewirtschaftung Wasserstände häufig. Dadurch entstehen unter dem Eis gefährliche Hohlräume und Spannungen im Eis, welche urplötzlich zum Aufbruch der Eisfläche führen, heißt es von der Landestalsperrenverwaltung.
Auch Flüsse sind ständig in Bewegung. Deshalb sind sie meistens nicht vollständig zugefroren. Randeis an den Ufern kann leicht abbrechen, da sich durch die ständig wechselnden Wasserstände auch hier Hohlräume bilden.
Verboten ist außerdem das Rodeln auf Deichen. "Auch, wenn ein Deich im Winter vielleicht zum Rodeln einlädt – Deiche sind Hochwasserschutzanlagen und schützen Menschen und Sachwerte vor Überschwemmungen bei Hochwasser. Auch Staudämme und Böschungen sind wasserwirtschaftliche Anlagen, die wie Deiche durch eine Grasnarbe vor Ausspülungen geschützt sind. Durch das Betreten und Befahren – aber eben auch durch Rodeln – wird diese Grasnarbe beschädigt oder zerstört", erklärt Eckehard Bielitz, Geschäftsführer der Landestalsperrenverwaltung. Eine intakte, dichte Grasnarbe ist deshalb entscheidend für die Standfestigkeit von wasserwirtschaftlichen Anlagen.
