++ EIL ++

Acht Verletzte bei Reizgasattacke in Dresdner Cityherberge

Zuletzt aktualisiert:

Diens­tag­abend nahm die Dresdner Polizei in der Cityher­berge an der Lingne­rallee einen 67-jährigen Mann fest. Er hatte zuvor Pfeffer­spray gegen jugend­liche Gäste einge­setzt und dadurch acht von ihnen verletzt. Eine Mitar­bei­terin der Herberge hatte sich am Abend über den Notruf bei der Dresdner Polizei gemeldet. Sie infor­mierte über einen Mann, der mit einem Messer in der Hand Gäste bedroht und bereits mehrere Personen mit Reizgas besprüht hatte. Insge­samt acht Strei­fen­wagen mehrerer Polizei­re­viere sowie der Dienst­hun­de­staffel begaben sich daraufhin zum Einsatzort. Nach Hinweisen konnten die Einsatz­kräfte den Tatver­däch­tigen kurz darauf in seinem Zimmer in der vierten Etage wider­standslos festnehmen. Es handelt sich bei ihm um einen 67-jährigen Deutschen aus Luther­stadt Eisleben. Bei ihm stellten die Beamten ein Taschen­messer sowie Pfeffer­spray sicher. Der Mann war stark alkoho­li­siert. Über zwei Promille lautete das Ergebnis eines Atemal­ko­hol­tests. Ermitt­lungen haben zudem ergeben, dass er psychisch erkrankt ist. Er befindet sich derzeit im Gewahrsam der Dresdner Polizei. Nach ersten Verneh­mungen ergibt sich folgender Hergang: Der 67-Jährige hatte sich am Abend über Lärm in der Unter­kunft beschwert. Um seiner Forde­rung nach mehr Ruhe Nachdruck zu verleihen, bedrohte er mehrere Schüler mit einem Messer. Schlie­ß­lich sprühte er noch Pfeffer­spray in ein Zimmer mit fünf jugend­li­chen Gästen. Bei den insge­samt acht Verletzten handelt es sich um Schüler im Alter zwischen 14 und 16 Jahren, die zu einer Thüringer Reise­gruppe gehören. Drei von ihnen erlitten Augen­rei­zungen, fünf weitere Reizungen der Atemwege. Zwei von ihnen mussten ins Kranken­haus verbracht werden. Die verblie­benen Schüler werden derzeit durch das Krisen­in­ter­ven­ti­ons­team betreut. Die Ermitt­lungen wegen gefähr­li­cher Körper­ver­let­zung und Bedro­hung hat die Dresdner Krimi­nal­po­lizei übernommen. Mehrere Ermittler wurden noch am Abend in den Dienst versetzt. (Quelle: Polizei­di­rek­tion Dresden)