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Dresden bereitet Abbruch der Carolabrücke vor

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Am Dresdner Elbufer laufen die Vorbereitungen für den weiteren Abriss der eingestürzten Carolabrücke. Zunächst wird Schutzmaterial für Flächen und Böden angeliefert, ab kommenden Montag bauen die Arbeiter dann am Terrassenufer ein sogenanntes „Fallbett“ auf.

Dieses soll den noch schräg hängenden Brückenteil auf Altstädter Seite auffangen. Der Abbruch ist nach Angaben der Stadt ab dem 7. Oktober vorgesehen. Bis dahin wird ein detaillierter Plan erstellt, um zum Beispiel auch die Versorgungsleitungen in dem Bereich zu sichern.

Die Arbeiten werden von der Firma CENTRO Umwelttechnik & Logistik GmbH aus Dresden ausgeführt.

Die SachsenEnergie beginnt unterdessen mit ersten Maßnahmen auf der Neustädter Elbseite. Durch den Teileinsturz der Carolabrücke wurde eine von zwei Hauptversorgungsleitungen mit Fernwärme zwischen den beiden Elbseiten irreparabel zerstört. Seither wird die in den Kraftwerken auf der Altstadt-Seite produzierte Fernwärme allein durch den Fernwärme-Düker unter der Elbe (Höhe Marienbrücke) auf die andere Elbseite transportiert und dann in das Fernwärmenetz verteilt.

Darüber hinaus wurden die großen Anschlussleitungen am Carolaplatz durch den Einsturz der Brücke vollständig zerstört. Somit wird die Fernwärme, nachdem sie durch den Düker geflossen ist, aktuell durch dünnere Rohre in den Dresdner Nordosten weiter transportiert.

Ab der kommenden Woche verlegt SachsenEnergie 300 Meter neue Fernwärmerohre mit einem Durchmesser von 50 Zentimetern am Carolaplatz, direkt am Neustädter Brückenkopf. Damit wird die Fernwärmeverbindung zwischen den beiden Königsufern wieder geschlossen, die hydraulische Kapazität vergrößert und die Fernwärme kann schneller in die Dresdner Neustadt fließen.