Ab Montag! Doppelte Bundesstraße führt ins Feld
Sachsens derzeit teuerstes Straßenbau-Projekt, die Südumfahrung von Pirna, geht weiter voran. Nachdem in diesem Jahr noch der Rohbau im Kohlbergtunnel abgeschlossen werden soll und auch die Gottleubatal-Brücke mittlerweile schon aus weiter Ferne als solche zu erkennen ist, wird nun an der Anbindung der Umfahrung an die B172 oberhalb des Pirnaer Sonnensteins gearbeitet.
Dazu wurde seit Wochen eine parallele Fahrspur zur Bundesstraße auf dem Feld angelegt. „Der Verkehr wird auf 660 Metern von der Straße herunter gelenkt, um Baufreiheit für die Anbindung zu schaffen“, erklärt Rüdiger Miertschink vom Bauträger Deges in Berlin.
Ab Montag, 12 Uhr, gilt die neue Umleitung, die bis zur Verkehrsfreigabe der gesamten Südumfahrung im Herbst 2026 bestehen bleiben soll. Sie erfolgt ohne Ampelschaltung, allerdings mit Tempo-Reduzierung.
Umstrittene Ampel kommt
Konkret wird die Straße, die von der neuen Gottleubatal-Brücke herunter führt, samt Ampeln an der Kreuzung zur B172 errichtet. Vor allem die Ampel war bis zuletzt höchst umstritten, bremst den Verkehr, den die Umfahrung ja beschleunigen soll, wieder aus.
Doch im ohnehin schon überteuerten Projekt - geplant waren mal 97 Mio. Euro, mittlerweile sind es über 236 Mio. Euro - hätte eine ampelfreie Aufffahrtschleife noch mehr Raum, aber vor allem Zeit in Anspruch genommen. Die ganze Planfeststellung hätte geändert werden müssen, hieß es immer im sächsischen Wirtschaftsministerium.
Ende nach 8 Jahren Bauzeit in Sicht
Nach Anfangsschwierigkeiten und immer neuen Verzögerungen scheint das 2017 begonnene Bauprojekt jetzt langsam in die Zielgerade zu kommen. Drei der insgesamt fünf Vouten (Pfeilerverstärkungen) für die Gottleubatalbrücke seien errichtet, im Kohlbergtunnel beginnen bald die Innenausbauten mit Tunneltechnik und Beleuchtung, so die Deges. Letzte Erhöhungen bei den Baukosten seien nicht ausgeschlossen ...