++ EIL ++

Ab Freitag Kita-Streiks in Teilen Sachsens

Zuletzt aktualisiert:

Viele Eltern mit Kinder­gar­ten­kin­dern müssen sich ab Freitag um eine alter­na­tive Betreuung kümmern. Bundes­weit haben die Gewerk­schaften Verdi, GEW und der Beamten­bund dbb nach Urabstim­mungen zu unbefris­teten Arbeits­nie­der­le­gungen aufge­rufen. Sie wollen damit ihrer Forde­rung nach einer höheren Eingrup­pie­rung der Kita-Beschäf­tigen Nachdruck verleihen. In Sachsen sollen Einrich­tungen in Dresden, Leipzig, Chemnitz und Freital bestreikt werden. Die Streiks am Freitag seien nur der Auftakt des unbefris­teten Arbeits­kampfes, sagte Verdi-Sprecher Jörg Förster in Leipzig. Ab Montag würden die Arbeits­nie­der­le­gungen ausge­weitet. Einzel­heiten dazu sollen am Freitag mitge­teilt werden. Allein in Dresden werden mehr als 170 Kitas und Horte bestreikt. Die Eltern sollen ab Freitag­früh über ein Infote­lefon und das Internet über Schlie­ßungen und mögliche Ausweich­be­treu­ungen infor­miert werden. Leipzig berei­tete sich ebenfalls auf die Streiks vor. Wie die Stadt mitteilte, war ein Gespräch mit Gewerk­schafts­ver­tre­tern geplant. In einigen betrof­fenen Kitas seien Eltern auch bereits infor­miert. In Chemnitz müssen nach Angaben der Stadt 52 der 69 kommu­nalen Kinder­ta­ges­ein­rich­tungen am Freitag geschlossen bleiben, 17 stehen als Ausweich­ein­rich­tung zur Verfü­gung. Die Gewerk­schaften fordern eine höhere Eingrup­pie­rung der Beschäf­tigten. Das würde eine durch­schnitt­liche Einkom­mens­ver­bes­se­rung von zehn Prozent bedeuten. Die Kommu­nalen Arbeit­ge­ber­ver­bände halten das für nicht bezahlbar. Nach fünf Runden hatten die Gewerk­schaften die Tarif­ver­hand­lungen für die bundes­weit 240 000 Erzieher und Sozial­ar­beiter in kommu­nalen Einrich­tungen in der vergan­genen Woche für geschei­tert erklärt.