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A17 nach Winterchaos wieder frei - 117 Unfälle in Dresden und Umgebung

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Viel Neuschnee hat den Verkehr in und um Dresden lahmge­legt. Bei einem Unfall auf der B6 in Großharthau ist am Montag­abend ein Mann ums Leben gekommen. Der 42-Jährige war aus Richtung Dresden kommend ins Schleu­dern gekommen und auf die Gegen­spur geraten. Ein entge­gen­kom­mender Sattelzug konnte nicht mehr recht­zeitig bremsen und stieß mit dem Wagen zusammen. Der Autofahrer wurde einge­klemmt und starb noch an der Unfall­stelle. 117 Unfälle in Dresden und UmgebungDie Polizei verzeich­nete von Montag 18 Uhr bis Dienstag 12 Uhr in Dresden und Umgebung 117 Unfälle. Auf der Bautzenr Straße kam Höhe Klara­straße eine Autofah­rerin von der Fahrbahn ab und stieß gegen einen Mast, im Lockwitz­grund schleu­derte am Montag­abend ein Auto gegen eine Leitplanke.Die Fahrerin eines BMW kam gegen 06:20 Uhr auf der Talstraße in Meißen ins Schleu­dern und kolli­dierte mit einem parkenden VW Golf.Gegen 07:30 Uhr befuhr ein Bus die S 183 in Richtung Dresden. In Sobrigau ca. 200 m vor dem Ortsaus­gang kam er auf winter­glatter Fahrbahn nach rechts ab und rutschte gegen eine Leitplanke.Ebenfalls gegen 07:30 Uhr war auf der Poisen­tal­straße (S 36, Freital-Possen­dorf) ein Renault Traffic (Fahrer 28) ins Rutschen geraten und letzt­lich mit einem entge­gen­kom­menden Ford (Fahrerin 25) zusam­men­ge­stoßen. Rund 2.000 Euro Sachschaden waren die Folge.Sechs Fahrer wurden leicht verletzt, es blieb ansonsten bei Blech­schäden, so ein Polizei­spre­cher. Viele Strecken mussten wegen querste­hender Lkw gesperrt werden, so die B101 bei Nossen und die B169 bei Stauchitz. A17 Richtung Prag stunden­lang gesperrtBeson­ders heftig war es auf der A17 zwischen Dresden und dem Grenz­über­gang Breitenau. Dort steckten viele Fahrer mehrere Stunden fest. Die Autobahn wurde Richtung Prag voll gesperrt. Auto- und LKW-Fahrer mussten in ihren Fahrzeugen ausharren. Das DRK versorgte seit 2 Uhr nachts die Menschen mit Decken und heißem Tee. Mit Quads und Jeeps bahnten sich die Helfer von DRK Freital und Dippol­dis­walde von zwei Seiten aus ihren Weg zu den Fahrern. Auch das THW war im Einsatz. Am Diens­tag­vor­mittag ist der Verkehr bei Heidenau und Pirna langsam wieder angerollt, teilte die Polizei mit. "Wir beenden langsam unseren Einsatz", teilte das DRK in Dippol­dis­walde mit. Gegen 09:30 Uhr gab es noch ein gemein­sames Frühstück der Ehren­amtler. Thorsten Wieland vom DRK dankte allen Helfern und Kameraden. Die Autobahn­zu­fahrten blieben zunächst noch gesperrt, bis sich der Stau aufge­löst hat, hieß es von der Polizei.Der Winter­dienst ist im Dauer­ein­satz. Wir fahren seit Montag­früh 7 Uhr ohne Unter­bre­chung, sagte der Schicht­leiter der Straßen­meis­terei Freital unserem Sender. Der Dresdner Winter­dienst arbeitet seit 2 Uhr die Haupt­ver­kehrs­straßen und das Busli­nien-Netz ab, teilte die Stadt mit.Auf der B6 musste die Feuer­wehr zwischen Nieder­wartha und Cosse­baude mehrere herab­ge­stürzte große Äste zersägen, Autofahrer standen dort lange im Stau.Auf der A4 bei Sieben­lehn ist auf der mittleren Fahrspur ein größeres Schlag­loch durch Frost und Tauwetter entstanden, die Polizei sicherte die Gefah­ren­stelle am Diens­tag­vor­mittag. Das Loch soll noch am Dienstag geflickt werden, teilte das Landesamt für Straßenbau mit.