94.000 Schmuggelzigaretten in Anhänger entdeckt
Der Zoll hat ein Ehepaar aus dem Landkreis Eichsfeld mit 94.280 Stück Schmuggelzigaretten bei Wilsdruff aufgegriffen. Das Paar war zuvor mit einem Wohnmobil und einem Anhänger aus Osteuropa eingereist. Die Schmuggelzigaretten waren in doppelten Wänden des Anhängers professionell versteckt, teilte der Zoll mit. Der Steuerschaden beläuft sich auf etwa 15.000 Euro.Das Zollfahndungsamt ermittelt seit Mai gegen den 59-Jährigen Mann und seine Ehefrau aus Nordthüringen. "Bisherige Ermittlungen ließen den Verdacht zu, dass das Ehepaar unversteuerte Zigaretten in Litauen kauft, um diese anschließend nach Deutschland einzuschmuggeln. Wir haben deshalb die Beschuldigten überwacht, um im entscheidenden Moment zugreifen zu können. Das ist uns mit einer Kontrolle in der Nähe von Dresden gelungen", so Hans-Jürgen Schmidt, Sprecher des Zollfahndungsamts Frankfurt am Main. Nachdem das Wohnmobil durch Beamte aus dem laufenden Verkehr gefiltert worden war, erfolgte anschließend in einer stationären Röntgenanlage des Zolls in Wilsdruff die Kontrolle. Dabei wurden die "Glimmstengel" entdeckt. Beamte der Zollfahndung Dresden haben daraufhin die weiteren Ermittlungen vor Ort übernommen. Parallel hierzu wurde die Wohnung des Paares in einer Gemeinde im Landkreis Eichsfeld von Beamten der Zollfahndung durchsucht. Gegen das Ehepaar wird wegen Verdachts der gewerbsmäßigen Steuerhinterziehung und Steuerhehlerei ermittelt. Die Strafandrohung reicht hier von sechs Monaten bis zu zehn Jahren Freiheitsentzug.