8.000 setzen in Dresden ein Zeichen für Demokratie
Einen Tag vor den Europa- und Kommunalwahlen haben tausende Menschen in Dresden für Demokratie und gegen Rechtsextremismus demonstriert.
Der Aufzug setzte sich am Samstagnachmittag nach einer Kundgebung am Theaterplatz in Bewegung. Von dort ging es auf die Neustädter Elbseite und wieder zurück. Musikalische Unterstützung kam von der Dresdner Hip-Hop-Band 01099 und Prinzen-Sänger Sebastian Krumbiegel.
Nach Angaben der Organisatoren nahmen rund 8.000 Menschen an der Großdemo teil. Parallel dazu demonstrierten auch die rechtsextremen Freien Sachsen in der Dresdner Innenstadt. Hier gab es Gegenprotest, unter anderem in Höhe der Synagoge.
Weiterhin gab es einen Fahrradkorso sowie zwei eine propalästinensische Versammlung in der Innenstadt, die ebenfalls von der Polizei abgesichert worden.
Im Zuge des Einsatzes leiteten die Beamten zwei Ermittlungsverfahren wegen Beleidigung sowie Körperverletzung ein. Insgesamt 276 Polizeibeamte waren im Einsatz.
Zum Abschluss der Kundgebung vermeldete „Wir sind die Brandmauer Dresden“, dass sich die nächste Großdemo vor der am 1. September anstehenden Landtagswahl bereits in Planung befindet.