• Der Angeklagte räumte zum Auftakt einen Streit ein, nannte aber keine Details. (Foto: Tino Plunert)

  • Der Eingang des Landgerichts Dresden. Foto: Rocco Reichel

53-jähriger Algerier wegen Totschlags vor Gericht

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Autor: dpa

Ein wegen Totschlags Angeklagter hat zum Prozessauftakt im Dresdner Landgericht einen gewalttätigen Streit mit dem Opfer eingeräumt. Zum Tathergang machte der 53-Jährige am Freitag jedoch keine Angaben. Nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft hat der Mann aus Algerien am 15. Februar einen Landsmann in dessen Wohnung im Stadtzentrum an der St. Petersburger Straße erstochen.

Der Angeklagte, der sich bei der Attacke selbst verletzte, war einen Tag später festgenommen worden und ist in Untersuchungshaft. Er gab vor Gericht an, dass ihn der Landsmann zum Auszug aufgefordert und mit einem Messer bedroht habe. Er wisse nicht, wie es zu den Stichen kam, sagte der 53-Jährige, der nach eigenen Angaben 1990 mit einem Touristenvisum nach Deutschland gekommen war. Sein 1992 gestellter Asylantrag war 2006 endgültig abgelehnt worden. Für den Prozess sind insgesamt vier Verhandlungstage bis zum 5. September geplant. (dpa)