500 Autofahrer bei Blitz für Kids in Dresden vor Schulen zu schnell
Die Dresdner Polizei hat bei der Verkehrssicherheitsaktion Blitz für Kids 5000 Fahrzeuge kontrolliert. Jeder zehnte Fahrer war etwas zu schnell unterwegs, sagte Polizeisprecher Marko Laske. Er zog dennoch ein positives Fazit, die Zahl der Verstöße ging etwas zurück.
Insgesamt 77 Kontrollstellen sind in den vergangen zwei Wochen vor Grundschulen in Dresden eingerichtet worden. In der ersten Woche sind die Autofahrer von Grundschülern verwarnt oder gelobt worden. In der zweiten Woche gab es dann Verwarngelder für etwa 500 Autofahrer. Die Aktion werde auch künftig fortgesetzt, kündigte Sprecher Marko Laske an.
Die Aktion wurde sachsenweit durchgeführt, die Bilanz des Innenministeriums hier nachlesen:
Während der zweiwöchigen Verkehrssicherheitsaktion „Blitz für Kids“ hat die Polizei Sachsen 1.799 Temposünder ertappt. Dabei wurden zwischen dem 1. und dem 12. April insgesamt 13.989 Fahrzeuge im fließenden Verkehr gemessen. Nahezu jeder achte Wagen war zu schnell. Ein Jahr zuvor war es noch jedes dreizehnte Fahrzeug.
Für Innenminister Prof. Dr. Roland Wöller ist das ein Grund, die Kontrolldichte der Verkehrspolizei in Sachsen künftig weiter zu erhöhen. Das Augenmerk liegt auf der Verkehrssicherheit: „Gerade die jüngsten und schwächsten Verkehrsteilnehmer müssen wir auf unseren Straßen noch besser schützen.“
Die Sicherheitskampagne „Blitz für Kids“ ist seit 1998 eine Gemeinschaftsaktion der Polizei Sachsen und des ADAC Sachsen e. V. Der Schwerpunkt der Geschwindigkeitskontrollen liegt dabei vor Kindertagesstätten und Grundschulen.
In der ersten Aprilwoche wiesen Schüler „ertappte“ Autofahrer im Beisein der Polizei mündlich auf ihr Fehlverhalten hin. Die Abc-Schützen überreichten den „Verkehrssündern“ in 649 Fällen die „gelbe Karte“. Bei insgesamt 2.249 Fahrzeugführern bedankten sich die Grundschüler für das vorschriftsmäßige Fahrverhalten mit einer „grünen Karte“.
Verstöße in der zweiten Kontrollwoche wurden durch die Polizei dann mit Verwarn- beziehungsweise Bußgeldern geahndet.
2017 verunglückten 1.380 Kinder auf Sachsen Straßen. Ein Jahr später waren es 1.390.
Hintergrund:
Die sächsische Polizei wird sich in den kommenden Monaten im Bereich Verkehr auf folgende Kontrollschwerpunkte konzentrieren:
• Mai – Zweiräder
• Juni – Alkohol und Drogen
• Juli – Fernreiseverkehr
• August/September – Schulbeginn
• Oktober – Fahrzeugbeleuchtung
• Dezember – Alkohol und Drogen