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5. IT-Gipfel mit Bundeskanzlerin Merkel im Kongresszentrum

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Beim 5. IT-Gipfel im Kongress­zen­trum ist am Vormittag die neue Behör­den­nummer 115 in Betrieb genommen worden. Fragen wie Führer­schein verloren, Ausweis abgelaufen - und wer hilft? können auch die Dresdner künftig unter der bundes­weit einheit­li­chen Telefon­nummer 115 stellen. Dresden ist als erste Stadt in Sachsen an das System angeschlossen worden. Erster Anrufer war  Bundes­in­nen­mi­nister Thomas de Maizière. Er ließ sich vor Publikum die nötigen Schritte zum Ersatz­füh­rer­schein erklären. Service­nummer115 soll Bürgern schnell helfenWer die Nummer wählt, wird mit einem Callcenter-Mitar­beiter verbunden, der auf alle Fragen möglichst sofort eine Antwort liefern soll. Beson­ders schwie­rige Fälle dürften maximal drei Tage in Anspruch nehmen, teilte Oberbür­ger­meis­terin Orosz mit.Umdenken bei Förder­po­litikSachsens Minis­ter­prä­si­dent Stanislaw Tillich hat zum Auftakt des IT-Gipfels ein Umdenken in der europäi­schen Förder­po­litik verlangt. Vorhan­dene Stand­orte sollten ausge­baut, Forschung, Entwick­lung und Produk­tion enger vernetzt werden. Denkbar wäre etwa ein Bonus für Unter­nehmen, die an einem Standort nicht nur produ­zieren, sondern auch forschen und entwi­ckeln.Großauf­trag für InfineonAm Rande des IT-Gipfels wurde ein Großauf­trag für den Infineon-Standort Dresden verkündet: Der Halblei­ter­her­steller soll Sicher­heits­chips für den neuen Perso­nal­aus­weis produ­zieren. Deutlich mehr als 50 Prozent der Chips für den Ausweis sollen in der Stadt produ­ziert werden. Bundes­weit sind nach Angaben des Unter­neh­mens derzeit etwa 60 Millionen Perso­nal­aus­weise im Umlauf, die üblicher­weise zehn Jahre gültig sind. Pro Jahr werden etwa 6,5 Millionen neue Karten ausge­geben. Experten zufolge liegt Infineons Erlös pro Chip bei etwa einem Euro.